Cheatentwickler gibt nach einer Klage von Epic Games auf

Ein Cheatentwickler aus Bayern hat sich nun offenbar dem Druck von Epic Games gebeugt und wird keine Cheats mehr für Fortnite Battle Royale entwickeln und anbieten. Interessant ist hier vor allem, welche Aktionen im Vorfeld der Aufgabe von Epic Games ausgingen.
Von Daniela am 17.08.2018

Bild-Quelle: Fortnite
Die Spielebranche geht immer wieder und derzeit anscheinend verschärft gegen kleine Entwickler vor, die Cheats für erfolgreiche Spiele wie Fortnite oder Call of Duty herausbringen. Nun traf es einen Entwickler aus Bayern, der speziell Epic Games ein Dorn im Auge war. Das Unternehmen klagte gegen Engine Owning, so der Name des kleinen Unternehmens, weil Cheats wie sichtbare Kästen um feindliche Gegner im Erfolgs-Game Fortnite: Battle Royale nicht im Sinne des Erfinders sind und zu stark ins Spielgeschehen eingreifen.

Der Entwickler verkündete unter seinem Alias Skyfail nun, dass der Druck von Epic Games ihn in die Knie gezwungen hat und er ab sofort keine Cheats mehr für Fortnite zur Verfügung stellen wird. Eine Unterlassungserklärung von Epic Games wurde ihm vom Gericht zugestellt. Interessant ist die Geschichte vor der Geschichte mit Epic Games, denn Skyfail bietet nicht nur für Fortnite Cheats an und es ist auch nicht die erste Unterlassungserklärung, die ihn ereilt. Aber dennoch ist es die erste, der er sich beugt.

Zuvor hatte Engine Owning schon einen Battle mit Activision, weil er diverse Cheats für das beliebte Call of Duty anbietet. Das amerikanische Unternehmen schickte nicht einfach nur eine Unterlassungserklärung und reichte Klage ein, sondern bespitzelte den Entwickler auch mit Privatdetektiven. Außerdem soll Activision auch Kontakt zum Webprovider aufgenommen haben, um den dazu zu bewegen, die Angebote vom Netz zu nehmen. Auf all diesen Druck ging Skyfail nicht ein, denn der rechtliche Arm von Activision reicht nicht bis nach Deutschland, wenn es um die Durchsetzung der Unterlassungsverfügung geht.

Bei Fortnite und Epic Games ist die Sachlage nun anders, meint der Entwickler. Außerdem zeigen auch andere jüngste erfolgreiche Verfolgungen solcher Cheatanbieter, wie im Falle der Bossland GmbH durch Blizzard, dass man die Lage nun ein wenig anders betrachten müsse und sich nicht in zu großer Sicherheit wiegen darf. Skyfail will nun seine Firma verkaufen und schreibt zur Aufgabe: "Weil die Kämpfe vor Gericht mich viel mehr gekostet hätten, als sich eine kleine Firma wie meine leisten kann, musste ich die einstweilige Verfügung akzeptieren".
Tags: Games, Fortnite, Epic Games
Quelle: Golem


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