Rovio Entertainment - Aktien im Tiefflug

So mancher hat sich beim Kauf seiner Aktien von Angry-Birds-Macher Rovio gedacht, auf ein sicheres Pferd zu setzen. Doch die Quartalszahlen des Unternehmens sehen nicht so gut aus und lassen die Aktien tief stürzen. Was löste diese Talfahrt aus?
Von Daniela am 27.11.2017

Bild-Quelle: Rovio Entertainment
Der Bericht über die Zahlen des dritten Quartals von Rovio Entertainment, bekannt für die Angry Birds, zeigte zunächst einmal einen steigenden Umsatz von 41 Prozent auf 70,7 Millionen Euro. Und trotzdem stürzte die Aktie, auf die so viele Anleger mit Gewinnoptionen gesetzt haben, um satte 20 Prozent. Grund für die Talfahrt sind enorme Marketingkosten, die durch die Steigerung des Umsatzes nicht in erwarteter Höhe kompensiert werden können.

Der operative Gewinn von Rovio stagnierte bei 8,6 Millionen Euro, was für die Investitionen, deutlich zu wenig ist. Analysten erwarteten eben eine deutlich höhere Umsatzsteigerung als die erreichten 41 Prozent bzw waren von der Höhe der Kosten wahrlich überrascht. Auch die Anzahl der zahlenden Kunden stieg nicht in erwartetem Maße.

Seit September ist Rovio Entertainment an der Börse dotiert. Der jetzige Einbruch ist alles andere als ein guter Start. Der Ausgabepreis einer Aktie betrug damals 11,50 Euro. Nach dem Quartalsbericht stürzte die Aktie auf 9,59 Euro, was einem Verlust von fast einem Fünftel entspricht. Rovio selbst geht aber davon aus, dass die extrem hohen Marketingausgaben für das neue Game Angry Birds Match, die für den derzeitigen Kurs größtenteils verantwortlich sind, sich auf lange Sicht auszahlen werden.
Tags: Games, Rovio Entertainment
Quelle: Handelsblatt, Heise


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