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Studie: Virtual und Mixed Reality verändern die Arbeitswelt

Virtual und Mixed Reality wird die Arbeitswelt verändern. Eine Studie von Deloitte, Fraunhofer und Bitkom zeigt Perspektiven von Head Mounted Displays auf. Bis 2020 planen deutsche Unternehmen rund 850 Millionen Euro in innovative VR- und MR-Anwendungen zu investieren.
Von Viktor Pulz am 31.05.2016
Bild-Quelle: Oculus VR
Deutsche Unternehmen wollen bis zum Jahr 2020 knapp 850 Millionen Euro in innovative Anwendungen aus dem VR- und MR-Bereich investieren. Das zeigt die Gemeinschaftsuntersuchung „Head Mounted Displays in deutschen Unternehmen – ein Virtual, Augmented und Mixed Reality Check“ von Deloitte, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem Digitalverband Bitkom.

Innovative Anwendungen für Virtual und Mixed Reality können im gewerblichen Bereich wichtige Aufgaben übernehmen. Den Löwenanteil der Investitionen wollen die Unternehmen der Studie zufolge für die Entwicklung geeigneter B2B-Anwendungen ausgeben. Derzeit sind unterschiedliche Brillentypen für unterschiedliche Einsatzfelder verfügbar, insbesondere in den Bereichen Marketing, Präsentation, Schulung, Produktentwicklung, Wartung und Logistik. Ein besonderes Augenmerk liegt derzeit auf den sogenannten Mixed-Reality-Brillen. Hier sind die Erwartungen besonders hoch und die Geräte müssen diesen Ansprüchen erst noch gerecht werden.

„Für die einen sind Head Mounted Displays die Zukunft, für die anderen ein nettes Accessoire. Gerade im gewerblichen Bereich sind die möglichen Anwendungen jedoch vielfältig. Selbst bei konservativer Bewertung ist das Marktpotenzial enorm“, erklärt Dr. Andreas Gentner, Leiter Technology, Media & Telecommunications bei Deloitte.

Dr. Leif Oppermann, Leiter Mixed and Augmented Reality Solutions bei Fraunhofer FIT, ergänzt: „Der Einsatz von Head Mounted Displays zu Marketingzwecken ist jetzt kurzfristig so lange möglich, wie sie noch dem Reiz des Neuen unterliegen. Innovationen für den Arbeitsplatz der Zukunft sind da viel nachhaltiger, aber nicht von der Stange zu haben. Sie erfordern einen kooperativen Innovationsprozess unter Einbeziehung der betroffenen Mitarbeiter“.

Die geplanten Ausgaben der Unternehmen in Deutschland für Virtual- und Mixed-Reality-Lösungen werden in den nächsten vier Jahren fast an die Milliardengrenze stoßen. Dabei liegt der Schwerpunkt – anders als im B2C-Segment – weniger auf der Hardware als vor allem auf der Entwicklung neuer, unternehmensspezifischer Anwendungen einschließlich der erforderlichen Schnittstellen zur Unternehmens-IT. Doch auch im Hardware-Bereich werden die Umsätze auf immerhin etwa 88 Millionen Euro steigen.

Timm Lutter, Bereichsleiter Digital Media beim Bitkom, erklärt: „Die Möglichkeit, die Realitätswahrnehmen zu erweitern, birgt riesiges Potenzial für deutsche Unternehmen, etwa in der Industrie 4.0. Künftig wird es selbstverständlich sein, dass Mitarbeiter beispielsweise bei der Wartung von Maschinen durch Smart Glasses unterstützt werden. Dadurch können Fachkräfte schnell eingearbeitet werden und selbst weniger erfahrene Kollegen anspruchsvolle Aufgaben übernehmen.“
Tags: Games, Deloitte, Bitkom