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Gamecity:Hamburg- Vielfalt ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit

Hamburger Games-Branche diskutierte die Vielfalt und Willkommenskultur in den Entwicklerstudios. Die Meinung hierbei: Diversity ist kein Luxus, sondern eine Notwenigkeit in einem Unternehmen, wenn es kreativ und produktiv sein will.
Von Viktor am 26.10.2015
Bild-Quelle: gamecity:Hamburg
„Vielfalt“ unter den Mitarbeitern ist ein wichtiges Thema für die international orientierte Hamburger Games-Branche. Ist der thematische Fokus auf „Diversity“ aber eher ein Luxus, als ein wirklich wichtiger Personalfaktor für die großen Studios? Welche Rückschlüsse können die kleineren Independent-Entwickler von den Recruiting-Ansätzen der großen Unternehmen ziehen? Und was bedeutet „Vielfalt“ und „Willkommenskultur“ eigentlich im Arbeitsalltag? Fragen dieser Art diskutierte Stefan Klein, Projektmananger des Netzwerkes gamecity:Hamburg, am 22. Oktober mit Diana Villegas (Presseansprechpartnerin bei InnoGames), Daniel Gau (Onboarding Manager beim Wettbewerber Goodgame Studios) und dem Publikum im Hamburger Schanzenviertel.

„Diversity ist kein Luxus, sondern eine Notwenigkeit in einem Unternehmen, wenn es kreativ und produktiv sein will“, stellte Diana Villegas gleich zu Beginn des Impulstalks im Rahmen des Netzwerktreffens fest. Auf die Eingangsfrage von Stefan Klein, inwiefern die beiden international aufgestellten Hamburger Games-Schmieden das Thema Vielfalt beim Recruiting berücksichtigen, entgegnete Daniel Gau, was „Willkommenskultur“ grundlegend bedeute: „Fast jedes Unternehmen behauptet heute, sie vorzuleben, viele tun das auch und viele merken auch gar nicht, dass sie es tun, weil es automatisch von den Mitarbeitern gelebt wird. Andere bieten aktive Angebote, die die Vielfalt im Unternehmen unterstreichen und unterschiedliche Gruppen zusammenbringen.“

Villegas, selbst mit mexikanisch-amerikanischen Wurzeln, stimmte zu und betonte, dass es limitierend sei, „Diversity“ nur mit Blick auf die Nationalität zu interpretieren. Auch nicht nur Geschlecht und Alter zählten dazu, sondern ebenso Faktoren wie die ethnische Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung oder sogar Dialekte. Letztlich seien es Toleranz und Offenheit, die die Teamstrukturen und Zusammenarbeit im Unternehmen maßgeblich prägen. „Vielfalt ist ein großes Gut und sollte seitens der Unternehmen nie unterschätzt werden.“

An dieser Stelle wurden die Bestrebungen seitens Goodgame Studios und InnoGames beim Onboarding ausländischer Mitarbeiter offen gelegt. Die Willkommensprogramme für neue Mitarbeiter starten schon mit der Abholung am Flughafen, Welcoming Tours durch Stadt und Unternehmen oder mit der Unterstützung bei der Wohnungssuche. „Man darf nicht vergessen oder unterschätzen, dass die Kollegen, die gerade erst in Hamburg ankommen sind, nicht immer nur glücklich über die neue Situation und die Herausforderungen in der Fremde sind. Heimweh spielt auch eine Rolle“, so der Onboarding Manager von Goodgame Studios.

Neben der Wichtigkeit von der gelebten Willkommenskultur wurde allerdings auch deutlich: Ausschlaggebend für den Arbeitsvertrag sind letztlich immer noch die Qualifikationen des Bewerbers. Wo der Bewerber herkommt, welche sprachlichen oder kulturellen Hintergründe sie oder er hat, sei sekundär. Sofern die Anforderungen erfüllt werden, seien neue Perspektiven und Denkweisen natürlich stets willkommen und gewollt.

Die große Herausforderung für ein Unternehmen sei es, die Talente zu identifizieren und sie für ihre Jobanforderungen optimal aus- oder weiterzubilden. Das müsse gar nicht immer der Masterstudent sein, sondern könne auch der Kantinenkoch mit vorher nicht entdeckten Fähigkeiten sein.
Tags: Games, gamecity:Hamburg
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