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Angespielt: Thirty Kingdoms

Bytro Labs hat vor Kurzem das neue Strategie-Browsergame Thirty Kingdoms offiziell vorgestellt. Newsslash hat das Spiel ausführlich getestet und verrät euch in diesem Artikel, was der neue Titel tatsächlich taugt und ob sich eine Anmeldung auszahlt.
Von Robert am 14.08.2014
Bild-Quelle: Bytro Labs
Der Hamburger Entwickler Bytro Labs stellt mit der kostenlosen Aufbau-Strategie Thirty Kingdoms einen engen Verwandten zum Erfolgstitel Supremacy1914 vor, der die Geschehnisse des ersten Weltkriegs zu anspruchsvollem Gameplay verpackt hat. Das MMO-Browserspiel Thirty Kingdoms überführt die bewährten Qualitäten in ein neues Zeitalter, hier setzen Adelshäuser alles daran, ihre Macht über zur vollen Kontrolle auszuweiten. Optimaler Ausbau eigener Provinzen, Eroberung neuer Gebiete und diplomatisches Geschick im Umgang mit Konkurrenten ebnen euch den Weg an die Spitze.

Banner gegen Banner
Nach Spielstart erstellt ihr ein Wappen und werdet durch ein knappes Tutorial geleitet. Dreh- und Angelpunkt eures Aufstiegs ist die Übersichtskarte über alle Gebiete, die zusammen schon kontinentale Ausmaße annehmen. Die Grafik orientiert sich an einer historischen Landkarte, Straßen und Grenzen durchziehen den Kontinent, drei Arten von Terrain prägen die Landschaft. Aus den Ländereien ragen die Banner der jeweiligen Herrscher. Über die Standardkarte lassen sich Zusatzinfos legen, etwa Ressourcenvorkommen oder eine politische Ansicht, die euch und eure Nachbarschaft farblich codiert. Jeder neue Lord beginnt mit fünf Provinzen.



Die Hauptkarte lässt sich über das Mausrad stufenweise zoomen, bis zum alles umspannenden Überblick über die sogenannten Midlands. Auch die Menüs sind im Pergament-Stil gehalten und teilweise von realistischen Illustrationen begleitet, die den ernsthaften Ton des Strategie-Spiels unterstreichen. Die Maussteuerung wurde intuitiv gestaltet, viele Aktionen können per Drag&Drop durchgeführt werden. So könnt ihr nicht nur auf der weitläufigen Karte zu navigieren, sondern schickt auch marschbereite Armeen ins Feld.

Jede Provinz nimmt einen Fetzen dieser enormen Weltkarte ein. Ihre Entwicklung ist der Provinz schon hier direkt anzusehen, Gebäude und Befestigungen der zentralen Siedlung sind zu erkennen. Auch wenn See- und Landwege ausgebaut werden, ändert sich das Bild. Die zusätzliche Detailansicht der Provinz erinnert an eine kunstvolle Miniatur, über die sich Feldherren beugen und sich den Kopf über das beste Vorgehen zerbrechen. Lasst ihr den Mauszeiger hier über die Bauplätze und Bauten schweben, bekommt ihr einen schemenhaften Ausblick auf die nächste Ausbaustufe. Nach und nach entstehen so eindrucksvolle und produktive Siedlungen.

Alles unter Kontrolle?
Neue Spieler erhalten anfangs einen Bonus auf die Produktivität ihrer Ländereien, sodass erste Investitionen flott und ohne Reue von der Hand gehen. Neben der Rohstoffförderung trägt jede Provinz zu eurem Steuereinkommen bei. Zusätzlich zu den fünf Rohstoffen und der Ingame-Währung Gold gibt es noch eine Premium-Währung, die den Spielfluss hier und da ankurbeln kann. Die Rohstoff-Leiste am oberen Bildrand zeigt eure momentanen Vorräte. Ressourcen bestimmen den Handlungsspielraum in Thirty Kingdoms, ihr solltet also auch die hier vermerkte Produktionsrate der Werkstoffe im Auge behalten. Je nachdem was ihr baut oder wen ihr ausbildet, werden eure Ressourcen mehr oder weniger stark belastet.



Handel ist zu Beginn ein wichtiger Motor für euren Aufstieg, da ihr gerade anfangs kaum alle Ressourcentypen selbst fördern könnt. Der Marktplatz ist als Menü umgesetzt, es zeigt die Angebote andere Spieler - Getreide, Holz, Stein, Eisenerz oder Mythril gegen Gold. Genauso gut könnt ihr hier eigene Überschüsse zum Verkauf stellen. Die Paarung mit Mitspielern ist über Spielrunden organisiert, jedes Runde bietet separat Startplätze für 30 Spieler, die dann über diese Runde hinweg ihr Endgame bestreiten. Thirty Kingdoms ermuntert übrigens dazu, gleich an mehreren solcher Runden teilzunehmen. Den Sieg holt ihr euch, indem ihr 50 Prozent Kontrolle über die Midlands erlangt. Das Ausmaß eurer Kontrolle setzt sich dabei aus Faktoren wie Landbesitz, Moral und wirtschaftlicher Stärke zusammen.

Für den direkten Draht in die Community befindet sich am rechten Rand ein globaler Chat. Hier seht ihr auch eigene Punkte und Rang ein, euer Spielfortschritt bestimmt die Position im Spieler-Ranking.

Auge fürs Detail
Es gibt fünf Baukategorien, in denen jeweils bessere Gebäude aufeinander abfolgen. Der Tech-Tree liefert eine Übersicht und zeichnet euch euren Weg zu einer prosperierenden Provinz vor: Farmen, Trainingsstätten, Schmieden, Handelsgebäude und Festungsanlagen fordern euch als Bauherren. Jedes neue Gebäude und jedes Upgrade hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Gebiets, in dem ihr das Bauprojekt vollendet. Je besser die Werkstätten der Provinz, desto besser gerüstete Einheiten lassen sich ausbilden. Je komplexer der Handelssektor, desto größer fallen die Steuereinnahmen aus. In der Hauptstadt steht noch euer Palast, dessen Ausbau all euren Provinzen gut tut.



Die Spieltiefe in Thirty Kingdoms ist bemerkenswert, viele Mechaniken sind gemeinsam der Schmied eures Erfolges. So hat jede Provinz hat einen eigenen Moralwert. Sinkt die Moral, sinken auch die Produktion und das Steueraufkommen. Schlechte Moral überträgt sich direkt auf frisch ausgebildeten Rekruten und mindert deren Tauglichkeit im Kampf. Kommt die Moral am Boden an, drohen sogar Aufstände. Moral verbessert sich durch sichere Verhältnisse - also friedliche Nachbarn oder dicke Mauern, die euren Siedlern den Blick auf die Barbaren am Horizont ersparen. Sehr gute Moral führt dann wieder zu einem außerordentlichen Bonus auf die Wirtschaftlichkeit.

Ein weiteres Beispiel für hohe Spieltiefe ist Korruption. In kleinen Herrschaftsgebieten kaum bemerkbar, nimmt sie mit der Anzahl der Provinzen unter eurer Kontrolle stetig zu. Sie muss in größeren Reichen also aktiv bekämpft werden, um die volle Wirtschaftlichkeit eurer Verwaltung aufrechtzuerhalten.



Schulterschluss statt Schulterschuss
Das Diplomatie-Menü stellt euer Verhältnis zu allen Wettbewerbern auf einen Blick dar. Jeder Eintrag macht Angaben zum Machtbereich des Lords, ein Klick auf dessen Namen führt euch zurück zur Übersichtskarte und der Hauptstadt eben dieses Spielers. Die diplomatischen Verhältnisse sind vielfältig. Krieg und Frieden sind nur die Extreme, dazwischen verbergen sich Feinheiten wie Waffenstillstand, Wegerecht oder Handelsembargos. Zum Auszuhandeln der Details steht den Parteien ein ausgefeiltes Korrespondenz-System zur Verfügung, über das allerlei Geschäfte möglich sind. Wenn sich Kriegsmüdigkeit einstellt, kann genug Gold vielleicht einen Waffenstillstand anregen, oder man kann das Wegerecht durch Nachbarländer erwerben. Schlichter Ressourcentausch mit Verbündeten kann wichtigen Rückhalt geben, auch Streitkräfte lassen sich hier abgeben.

Werden die Beziehungen zu anderen Lords frostig, kommt mit den Spionen ein anderes Spielprinzip zum Tragen. Für Spionage stehen bis zu vier Experten auf eurer Gehaltsliste, die beim Nachbarn unterschiedliche Aufgaben erfüllen oder sogar Schaden anrichten. Die Kurtisane verrät euch Wirtschaftsgeheimnisse, der Deserteur plaudert Details über die gegnerischen Armeen aus, ein korrupter Beamter untergräbt für euch die Moral. Wenn euch feindliche Spione Sorgen machen, könnt ihr in jeder Provinz in Abwehrmaßnahmen investieren.



Nervenschonender Kriegsauftakt
Neue Spieler sind zunächst von Computergegnern umgeben, die einem den Einstieg in die Kriegsführung nervenschonend gestalten - der Kampf gegen die Barbaren scheint Alltag für eure Bürger und strapaziert die Moral nicht auf die gleiche Weise wie spätere Kriege gegen echte Konkurrenten. Sich die angrenzenden Barbaren-Provinzen einzuverleiben ist der notwendige Schritt um eine abdeckende Versorgung mit allen Ressourcentypen zu gewährleisten.

Truppenbewegungen werden auf der Oberkarte mit einem Avatar dargestellt, wobei die sichtbare Figur der stärksten Einheit eures Truppenverbands entspricht. Die Marschier-Geschwindigkeit wiederum wird durch die langsamste Einheit bestimmt. Ein Klick auf den Avatar zeigt euch wichtige Informationen wie Gesamtstärke, Moral, das gewählte Ziel, die Reisezeit dorthin und das Terrain, durch das sich eure Mannen gerade ihren Weg bahnen. Neben den Einflüssen auf die Kampfkraft hat die Umgebung noch andere Effekte, beispielsweise verbergen Wälder die genaue Truppenstärke eurer Armee vor Mitspielern. Wer dann Genaueres wissen will, muss Späher aussenden.



Ein Truppenverband kann und sollte aus einem Mix verschiedener Einheiten bestehen, da die Truppen in Kombination schwerer zu überwältigen sind. So werden die verwundbaren Bogenschützen im Zusammenspiel mit Pikenieren automatisch geschont, die Nahkämpfer absorbieren den meisten Schaden, die Fernkämpfer in zweiter Reihe bekommen weniger ab. Gesellt sich gar einer der zähen Bergtrolle dazu, saugt er viel von dem Schaden auf, den normalerweise seine Waffenbrüder erleiden würden. Die Kämpfe sind automatisiert, der Ausgang ist aber kein reiner Zahlenabgleich - eine Art Schicksalsfaktor beeinflusst jeden Schlachtverlauf in Thirty Kingdoms und kann überraschend Siege, aber auch unerwartete Verluste bescheren.

Pfeile fürs Tagesgeschäft, Drachenfeuer für besondere Anlässe
Im Einklang mit Konzepten wie Steuern und Moral bleibt Thirty Kingdom auch im Militärbereich weitgehend realistisch. Die erwähnten Bergtrolle, Magier und Drachen sind das Sahnehäubchen der mittelalterlichen Truppenauswahl, denn das Rückgrat eurer Streitkräfte sind immer noch Späher, Bogenschützen, Pikeniere, Ritter und Belagerungsmaschinen. Manche Einheiten haben spezielle Funktionen, andere profitieren von dem sie umgebenen Terrain. Bogenschützen sind in den Bergen etwa doppelt so gefährlich, während eure berittenen Schwertschwinger hier nicht nur langsamer vorankommen, sondern auch weniger effektiv kämpfen als auf ebenem Gebiet. Da in Thirty Kingdoms auch zur See gekämpft wird, kommt hier eine weitere strategische Ebene hinzu, denn wieder kämpfen die meisten Einheiten anders. Diese Terrain-Einflüsse sind eine Neuerung gegenüber Supremacy1914, außerdem legt Thirty Kingdom den deutlich stärkeren Fokus auf Nahkampf.



Im direkten Nahkampf die Trolle die unangefochtenen Champions, Magier spielen ihre Trümpfe aus der Entfernung und auf See aus. Drachen haben die alleinige Lufthoheit und stellen mit hoher Geschwindigkeit und Kampfkraft den ultimativen Terror für die leicht entzündlichen Siedlungen dar.

Fazit
Als konsequente Weiterentwicklung von Supremacy1914 steht Thirty Kingdoms für anspruchsvolle Browserstrategie, die mit hoher Funktionstiefe begeistert. Durch den schrittweisen Einstieg in den vollen Umfang der Aufbau- und Simulationsaspekte kommen Neulinge und Veteranen des Spielprinzips gleichermaßen auf ihre Kosten. Die vielfältigen Möglichen zum Ausbau des eigenen Machtbereichs sind eine langanhaltende Motivation im Wettstreit mit und gegen andere Spieler.

Thirty Kingdoms jetzt spielen (Spielprofil mit Link zum Spiel)
Tags: Games, Thirty Kingdoms, BytroLabs, Review
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