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Social-Casino-Unternehmen Playstudios geht über SPAC an die Börse

Das Social Casino-Unternehmen Playstudios, Macher von MyVegas Spieleautomaten und Blackjack Social Casino Spielen wird den Hype um die Online-Games ausnutzen und nach anderen großen Playern in der Branche ebenfalls den Börsengang wagen. Der Weg an die Börse wird mit einem SPAC-Deal und einer Bewertung von 1,1 Milliarden US-Dollar realisiert.
Von Redaktion am 12.02.2021
Bild-Quelle: Playstudios
Social Casinos wie erleben gerade einen echten Boom. Viele Millionen Spieler weltweit vergnügen sich online an Spielautomaten und Pokertischen wie im Red Tiger Casino. Das liegt nicht zuletzt daran, dass durch die Corona-Pandemie die meisten echten Casinos in vielen Teilen der Welt schon seit langem geschlossen sind. Nach Huuuge und Playtika hat nun auch Playstudios angekündigt, den Weg an die Börse zu gehen. Realisiert wird das Vorhaben über einen SPAC-Deal mit einer Bewertung von 1,1 Milliarden US-Dollar.

Playstudios ist bekannt für seine MyVegas Spieleautomaten und Blackjack Social Casino Spiele. Für den Börsengang, den viele Wettbewerber in d r Spieleindustrie gerade wegen der besonderen Popularität von Online- Casino-Games gerade wagen, hat das Unternehmen einen Deal mit Acies Acquisition Corp. abgeschlossen, einer SPAC an der Nasdaq, die den ehemaligen MGM Resorts International CEO Jim Murren als Vorsitzenden hat. SPACs sind zu einer beliebten Möglichkeit geworden, an die Börse zu gehen. Der gesamte traditionelle Aufwand der IPOs fällt dabei weg. SPACs werden von Managern gegründet, die Geld in einer blinden Börsenmantelgesellschaft sammeln, wobei die Investoren nicht wissen, in was sie ihr Geld stecken. Das SPAC findet dann ein geeignetes Unternehmen, mit dem es fusionieren kann, wodurch ein privates Unternehmen auf eine Art und Weise an die Börse gebracht wird, die schneller ist als der Prozess eines Börsengangs.

Durch den SPAC-Deal erfährt Playstudio eine Bewertung von rund 1,1 Milliarden US-Dollar, wie Bloomberg berichtete. "Wenn man sich die Landschaft anschaut, gibt es auch andere Unternehmen, die ihren Weg in den Markt finden. Es ist also sicherlich die Zeit für Gaming", sagte Playstudios-Mitbegründer und CEO Andew Pascal in einem Interview.

Das Studio hat einen einzigartigen Ansatz in seiner Philosophie. Es gibt ein Treueprogramm, durch welches die Spieler PlayAwards bekommen. Diese können sie dann als Punkte in MGM-Casinos wie MGM Grand, Mandalay Bay oder Bellagio einlösen. Damit verbindet Playstudio die Online-Casinos, in denen man kein echtes Geld gewinnen kann, mit den realen Spielhallen mit richtigem Glücksspiel. Darüber sind die PlayAwards aber auch in weiteren Einrichtungen der Freizeit-, Unterhaltungs-, Reise- und Einzelhandelsindustrie einlösbar. Mehr als 10 Millionen Belohnungen im Wert von fast 500 Millionen Euro lösten die Gamer von Playstudio schon ein.

"Wir sind seit etwas mehr als neun Jahren dabei und haben ein völlig differenziertes Modell", sagte Pascal. "Von Anfang an haben wir die Idee aufgegriffen, diese kostenlosen Spiele anzubieten, mit denen Leute, die Spaß daran haben, Belohnungen in der realen Welt anhäufen können. Während wir uns überlegen, wie wir dieses bewährte Modell nutzen wollen, haben wir uns weiterentwickelt und sind in andere Kategorien vorgedrungen, in Partnerschaft mit anderen Unternehmen oder durch die Übernahme oder Assimilierung anderer Unternehmen. Der Börsengang wird uns wirklich nur in die Lage versetzen, unser Wachstum zu verstärken.", so Pascal weiter.

Playstudios verzeichnete von 2017 bis 2019 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Einnahmen von 22 %. Die prognostizierte CAGR für die Einnahmen für 2020 bis 2022 liegt bei 27%. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs von 2017 bis 2019 mit einer CAGR von 46%, und für 2020 bis 2022 wird eine CAGR von 67% prognostiziert. Für die endgültige Besiegelung des Deals zwischen Acies und Playstudios müssen noch die Aktionäre von Acies und natürlich die Behörden zustimmen. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2021 erwartet.

Playstudios ist nicht das einzige Unternehmen, welches über eine SPAC an die Börse gegangen ist. Auch DraftKings und das Mobile-Game-Unternehmen Skillz wählten diesen Weg. Die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt ist sicher keine schlechte und Playstudios hat auch sonst noch viel vor. Das Treue- und Belohnungsprogramm soll beispielsweise noch ausgeweitet werden und jenseits der Gelegenheitsspiele Anwendung finden. Zudem kooperiert Playstudios aktuell mit Konami, um Belohnungen für deren Social-Casino-Games anzubieten. "Wir sind bereit, diese Plattform auf andere Spielkategorien anzuwenden", sagte Pascal.
Tags: Games, Playstudios
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