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Neue Social-App Clubhouse startet in Deutschland durch

Wer oder was ist eigentlich dieses Clubhouse, von dem und in dem gerade aller reden? Die reine Audio-App entpuppt sich als Social-App ohne Schnörkel, ohne Kommentare, ohne Likes – einfach nur zuhören und /oder reden. Wie das geht und wie man eine Einladung zu dem neuen Hype bekommt, haben wir uns einmal angesehen.
Von Daniela am 20.01.2021
Bild-Quelle: Clubhouse
Clubhouse – das ist kein neuer Musik-Streamingdienst, keine Burger-Kette und auch kein Spiel. Clubhouse ist eine Social-App, die gerade einen unglaublichen Hype erlebt. Es gibt keine Likes, keine Kommentare und auch keine Bilder, nur Sprache. Clubhouse ist eine Audio-App, die mehr kann als nur telefonieren. Um mitzudiskutieren, braucht man aber eine Einladung. Wie man die bekommt, und was dieses Clubhouse ist, wollen wir euch erklären.

Das Wichtigste zuerst: Clubhouse ist nicht nur einem ausgewählten Zirkel vorbehalten, weil man eine Einladung braucht, sondern bisher auch nur im Apple Store verfügbar. Android-User haben bisher jedenfalls noch nicht die Chance auf das Clubhouse-Vergnügen. Wer mitmachen will, muss sich zunächst die App herunterladen. Der nächste Schritt stellt eine größere Hürde dar, denn ihr müsst von jemandem eingeladen werden. Das funktioniert über eine Telefonnummer. Es ist also wichtig, dass ihr dann bei der Registrierung genau dieselbe Telefonnummer eingebt, über die ihr auch die Einladung bekommen habt.

Seid ihr drin, dann habt ihr in Clubhouse Räume, in denen ihr dann jemanden lauschen könnt wie bei einem Podcast, oder euch aktiv an Diskussionen beteiligen könnt. Es gibt offene Räume, aber auch geschlossene, in denen man sich ausschließlich mit Freunden austauschen kann. In diesen Räumen gibt es verschiedene User-Rollen. Ein Moderator kann die Diskussion leiten und Nutzer auf die Bühne holen, damit sie sprechen können. Natürlich geht auch das Entfernen. Ist man Sprecher, dann kann man Worte loswerden und aktiv teilnehmen. Als reiner Zuhörer kann die Diskussion verfolgen, aber eben nichts sagen. Will man etwas loswerden, dann drückt man einen Knopf, der dem Moderator signalisiert, dass man sich zu Wort melden will. Wie das Handheben in der Schule eben.

Man kann auch Diskussionsrunden vorplanen, und im Vorhinein auf diese „Veranstaltung“ hinweisen. Eine Kalenderübersicht zeigt euch, welche Runden geplant sind, sodass ihr keine verpassen könnt. Übrigens wird im Clubhouse-Profil öffentlich gezeigt, von wem man eingeladen wurde. Wer aktiv ist, kann sich zusätzliche Invites verdienen. Es gibt außerdem Clubs, denen man so richtig beitreten kann, wie den Gruppen bei Facebook, allerdings eben immer ganz ohne Kamera, Bilder, Kommentare, Likes usw.

Zurzeit heizen Promis wie Paris Hilton oder Drake den Hype um Clubhouse noch ordentlich an. Dadurch wünschen sich mehr und mehr Menschen auf der Welt, auch zu diesem Zirkel der Audio-Diskutierer zu gehören. Doch nicht nur diese sind es, die Clubhouse gerade nutzen. Auch Experten verschiedener Bereiche wie im Online-Marketing Björn Tantau sind hier aktiv und bieten fundiertes Fachwissen über die neue Social-App an.

Die beiden Gründer von Clubhouse haben schon signalisiert, dass sie planen, die App auch Android-Usern zugänglich zu machen. Wann dies allerdings soweit sein wird, ist noch völlig unklar. Eines dürfte klar sein: je mehr Menschen die App nutzen können, desto einfacher gelangt man an Einladungen und um so weniger wird die Exklusivität der Clubs in Clubhouse – genau das also, was den Hype gerade ausmacht, wird abgebaut. Und noch etwas wird vor einem weltweiten und systemübergreifenden Rollout geklärt werden müssen, die Sache mit dem Datenschutz. Zum einen verlangt die App bei Invite Zugriff auf die Kontaktdaten im Smartphone und die App installiert Schattenprofile aus dem Telefonbuch. Zum anderen werden nun die Diskussionen teilweise gespeichert, damit man bei Regelverstößen nachschauen kann, wer, wo und wann diese begangen hat, oder eben nicht. Beides dürfte Menschen, die auf ihre persönlichen Daten achten, nicht ganz so gut gefallen.

Lassen wir uns überraschen, ob der Hype wirklich anhält, oder es einfach nur in Zeiten der Kontaktbeschränkungen und des Aussetzens des sozialen echten Lebens ein munterer Zeitvertreib bleibt, der so schnell wie er gekommen ist, auch wieder verschwindet.
Tags: Tech, Clubhouse
Quelle: t3n
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