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Online-Casino-Anbieter sind nun in Deutschland geduldet

Lange Zeit ging der Streit um die Anbieter von Online-Casinos. Ist diese Form des Glücksspiels im Internet illegal, muss man dem einen Riegel vorschieben, Regeln erstellen, die Angebote verbieten?
Von Redaktion am 04.11.2020
Bild-Quelle: Casino VR
Online-Casino-Anbieter sind nun in Deutschland geduldet
Die deutsche Glücksspielaufsichtsbehörden haben sich entschieden und Regeln aufgestellt. Seit dem 15. Oktober sind nun Online-Casino-Anbieter im Netz geduldet – vorausgesetzt, sie halten sich an die umfassenden Regeln.

Im nächsten Sommer wird es soweit sein, und der neue Glücksspielstaatsvertrag bekommt in Deutschland seine Gültigkeit. Viele Jahre haben die Bundesländer gemeinsam mit Experten verschiedener Bereiche wie dem Jugendschutz, Ärzten und Suchtspezialisten diskutiert und beraten, wie man mit der nicht mehr zu bändigenden und in vielen Ländern akzeptierten Glücksspielerfahrung im Internet umgehen soll. Es geht dabei auch zu einem großen Teil um Online-Casino-Anbieter wie Sunmaker zum Beispiel, die mit ihren virtuellen Casinos seit Jahren mehr und mehr Menschen begeistern und mittlerweile einen festen Platz in der Spielebranche eingenommen haben. In Deutschland sind bisher solche Angebote wie Online Casinos nur in Schleswig-Holstein erlaubt.

Nun werden die Online-Casinos seit dem 15. Oktober geduldet. Sie sind quasi auf Bewährung und müssen sich streng an die neuen Regeln halten, welche die Experten aufgestellt haben. Bis zum Sommer sollen die bisher als illegal eingestuften Angebote sich vorab beweisen und zeigen, dass sie verantwortungsbewusst mit den Suchtpotentialen der Games umgehen und das Wohl ihrer Spieler im Auge haben. Das gilt vor allem auch für den Schutz von Jugendlichen und Kindern. Für diese Probemonate haben die Bundesländer rund 30 Punkte beschlossen, die die neuen Regeln darstellen. Bewähren sich die Anbieter von Online-Casinos hinsichtlich dieser Regeln, können sie im nächsten Jahr eine Lizenz beantragen, mit der sie mit dem Angebot aus der Illegalität kommen.

Wer sich nicht an die Regeln hält, kann von der Lizenzvergabe ausgeschlossen werden. Darauf hatten sich nach langen Diskussionen und mit deutlichen Bedenken von Suchtexperten die Bundesländer im September geeinigt, wie die Tagesschau berichtete. Die Übergangslösung, in der sich die Online-Casino-Anbieter nun dem Staat gegenüber beweisen müssen, scheint ein Kompromiss zu sein, denn die Legalisierung der Casino-Angebote kommt nicht bei allen Bundesländern gut an. Bremen und das Saarland beispielsweise konnten sich erst nach langen und heißen Diskussionen dazu durchringen, der Übergangslösung in Form der Duldung mit den vielen Regeln zuzustimmen.

Die neuen Regeln, welche die Spieler schützen sollen, decken in vielfältiger Weise verschiedene Szenarien ab. Zum Beispiel müssen die Anbieter die Spieler regelmäßig darüber informieren, wie viel sie gewonnen und wie viel sie verloren haben. Eine weitere Regel besagt, dass die Spieler ein monatliches Einsatzlimit festlegen können müssen. Zum weiteren Schutz vor hohen Verlusten und eventuell einer Verschuldung im realen Leben sollen ab Dezember keine Einstätze über einen Euro mehr an einzelnen virtuellen Automaten möglich sein. Mithilfe eines Panik-Knopfes sollen sich die Spieler selbst eine Auszeit geben können. Einmal gedrückt, verursacht er eine Sperre von mindestes 24 Stunden für das Portal. Weiterhin dürfen die Anbieter für Ihre Automatenspiele nicht werben, manche Arten wie Black Jack oder Roulette sind sogar ganz verboten und dürfen nicht angeboten werden.
Die Duldungsphase hat schon jetzt große Anbieter wieder nach Deutschland gelockt. So möchte die Gauselmann-Gruppe, die den deutschen Markt für Online-Casinos im Jahr 2017 aufgegeben hatte, zurückkehren. Sie waren in den letzten Tagen auch die ersten, die eine Lizenz zur Austragung von Sportwetten bekommen haben, welche ebenfalls von der Erneuerung des Glücksspielstaatsvertrages profitieren und jetzt schon legal angeboten werden dürfen.

Duldung ist juristisch heikel und schwer kontrollierbar
Wie immer bei solchen Beschlüssen und der Aufstellung von Regeln, stellt sich die Frage der Kontrolle. Und hier haben einige Bereiche tatsächlich noch Klärungsbedarf. Zum einen sind die Mitarbeiter in den Behörden verunsichert. Offiziell sind die Online-Casino-Spiele nämlich noch illegal, weswegen denen nachgegangen werden muss. Die inoffizielle Duldung aber besagt, dass die Anbieter, sollten sie die Regeln einhalten, eben nicht belangt werden sollen. Die Behörden müssen nun ihre Mitarbeiter möglichst per Dienstanweisung aus der Verantwortung heben, da diese sich sonst der Strafvereitelung schuldig machen, wenn sie Online-Casino-Anbieter ohne Lizenz (und die hat ja außer in Schleswig-Holstein noch keiner), nicht verfolgen.

Zum anderen ist unklar, wie die Einhaltung der neuen Regeln genau kontrolliert werden soll. Zwischen den Ländern gibt es bisher darüber keine Abstimmungen, eine einheitliche Regelung wäre aber anzustreben. Aus Niedersachsen hört man, dass man dabei in den Aufsichtsbehörden arbeitsteilig vorgehen wolle. Wie genau dieser Arbeitsteilung aussehen soll, ist aber noch nicht entscheiden. Die Kontrolle dieser Regeln gestaltet sich als schwierig, möglicherweise könne man anhand von Testspielen die Umsetzung und Kontrolle der Regeln erproben. In den nächsten Wochen sollten sich die einzelnen Länder nun wohl erstmal untereinander verständigen, auch, wenn die Ablehnung der Duldung und der Vergabe von Lizenzen an Online-Casinos generell sehr hoch ist.
Tags: Games, Casino VR
Info: Bei diesem Artikel wurde das Thema Casino / Glücksspiel behandelt. Bitte beachte immer: Glücksspiel kann süchtig machen. Es gibt keine Garantie auf einen Gewinn oder Möglichkeiten die Chance auf einen Gewinn durch „Tricks“ zu erhöhen. Vor der Nutzung einer Glücksspiel-Seite immer deren Legalität und Rechtmäßigkeit prüfen! Infos und Hilfe unter www.bzga.de.
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