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Verzockt im Online-Casino - Spieler verklagt seinen Kreditkartenanbieter

Schnelles Geld beim Spielen verdienen. Ein Traum, dem so manche hinterherrennen und die schnell einen ganzen Batzen Geld verdienen wollen. Doch, was, wenn nicht das Glück, sondern das Pech einen verfolgt und nicht nur die eingesetzte Kohle, sondern noch ein großer Haufen mehr weg ist? Ein Spieler aus Deutschland wollte sich sein verzocktes Geld, immerhin 7000 Euro wieder zurückholen – von seinem Kreditkarteninstitut.
Von Daniela Heim am 03.12.2019
Bild-Quelle: Casino VR
Während wir uns über die Türchen in unserem Casino Adventskalender freuen, reichen diese kleinen Chancen auf ein bisschen Glück, ein kleines Geschenk online zu ergattern, manch anderem nicht aus. So hatte ein Spieler sein Glück in einem Online-Casino versucht, und ist dabei massiv gescheitert. Statt einen Batzen Geld für die nächste Anschaffung oder die Weihnachtsgeschenke für die Familie zu erspielen, steht er am Ende mit einer satten Rechnung seines Kreditkartenanbieters von 7000 Euro da. Die hatte er beim Glücksspiel verzockt, und nichts gewonnen. Natürlich ärgert dies, und der Zocker versuchte nun, sein Geld wiederzubekommen. Er verklagte einfach sein Kreditkarteninstitut – und scheiterte, schon zum wiederholten Mal.

Online-Casinos – in Deutschland fast überall verboten
Um den Hintergrund des Scheiterns der Rückforderung des verzockten Geldes einordnen zu können, muss man zunächst einmal wissen, dass in Deutschland mit nur wenigen Ausnahmen das Glücksspiel in Online-Casinos verboten ist. Das hat natürlich auch seinen Grund, denn zwar wird vorgegaukelt, dass man hier sein schnelles Glück in Form von einem Batzen Geld machen kann, doch man kann eben auch Haus, Hof und Kind verzocken – bildlich gesprochen. Ein deutscher Zocker musste das nun wieder erfahren, denn trotz Verbots von zu Hause aus, verspielte er fette 7000 Euro in einem Online-Casino. Schnell reifte der Entschluss, sich das Geld wiederzuholen. Doch nicht vom Casino, sondern von seinem Kreditkartenanbieter, den er auf die Summe verklagte.

Der Hintergrund seiner Klage gegen den Anbieter ist, dass, wenn Online-Casino in Deutschland, auf deutschen Plattformen, oder besser gesagt, Plattformen, die auch in Deutsch verfügbar sind, Glücksspiel angeboten wird, die Casinos gegen deutsches Recht verstoßen. Und nicht nur die, auch die Zahlungsdienste sind laut Deutschem Gesetz, dem Glücksspiel-Staatsvertrag, gegebenenfalls mitverantwortlich, wenn sie an den Transaktionen beteiligt sind. Darauf beruft sich auch der Pechvogel, denn seiner Auffassung nach hätte das Kreditkarteninstitut die Zahlungen gar nicht durchführen dürfen. Doch der Zocker bekam vor Gericht kein Recht und bleibt auf seinen Schulden sitzen.

Eigenverantwortlichkeit beim Glücksspiel
Die Klage ging vorm Landgericht Düsseldorf nicht durch, weil es zwar auch der Meinung war, dass es in der Verantwortung des Kreditkartenanbieters liegt, dass man sich von illegalem Glücksspiel distanzieren sollte, aber es wäre den Instituten nicht zumutbar, jegliche Aktivitäten und Zahlungen soweit zu überwachen und zu überprüfen, um diese vollständig zu verhindern. Außerdem kann die Bank in dem Moment des Transfers auch nicht überprüfen, an welchem Standort der Kreditkartenbesitzer sich zu dem Zeitpunkt befunden hat. Wäre unser Pechvogel nämlich gerade im Ausland gewesen, hätte seine Spiellust durchaus legal sein können und das Kreditkarteninstitut wäre eben nicht mehr in der Teilverantwortung. Ein weiterer Grund der Abweisung der Klage liegt darin, dass das Kreditkarteninstitut von einer Aufsichtsbehörde zunächst abgemahnt werden müsse, ehe es in Haftung gehen muss. Das ist im Fall unseres Pechvogels nicht geschehen.

So steht er nun mit 7000 Euro Schulden da und überlegt sich vielleicht in der nächsten Zeit mehrfach, ob er noch einmal versucht, auf schnelle und leichte Weise an Geld zu kommen.
Tags: Games, Casino VR
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