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Sphery, Kickbase und Lootboy - Gaming-Apps in der Höhle der Löwen

Die sechste Staffel der Höhle der Löwen läuft seit einer Woche im deutschen Fernsehen. Mit Sphery waren gleich in der ersten Folge wieder einmal Spieleerfinder auf der Jagd nach dem Deal ihres Lebens. Generell sind Gaming-Startups aber selten vertreten. In der dritten Staffel war es Kickbase, in der fünften Lootboy. Gründer André Kuschel erzählt über DHDL und die Zeit danach.
Von Daniela Heim am 10.09.2019
Bild-Quelle: VOX
Seit letzten Dienstag laufen wieder die neuen Folgen von Die Höhle der Löwen auf VOX. Gleich in der ersten Folge trat ein Team aus Entwicklern und Game-Designern mit ihrem Produkt Sphery vor die Jury. Leider konnten die drei nicht wirklich mit ihrer Mischung aus Fitnessgerät und Spiel überzeugen. Zu teuer und zu lernaufwändig in der Anfangsphase waren die hauptsächlichen Gegenargumente. Doch Sphery hat es dennoch genützt, denn die Aufmerksamkeit, die das Team erzeugt hat, war gewaltig.

Es ist selten, dass Start Ups aus der Gamesbranche sich zu den Löwen verirren und ihr Produkt präsentieren, aber es kommt vor. In der dritten Staffel war es die Fußball-Manager-App Kickbase, nun Sphery und in der fünften Staffel von DHDL stellte sich Lootboy vor. Lootboy bekam einen Deal mit den Löwen und André Kuschel erzählt in einem Interview mit der Gameswirtschaft, wie es dazu kam, wie es in der Höhle war und wie es danach weiterging.

Andrè Kuschel hat nicht nur die Role Play Convention erfunden, sondern auch eine ziemlich coole App für Zocker und die, die es noch werden wollen, auf den Markt gebracht. Mit Lootboy holt man sich jede Menge Beuteboxen auf das Smartphone, in denen sich ganze Spiele, Beta-Keys, Items für allerhand Games oder Rabatt-Codes befinden. Lootboy ist beliebt und auch große Spielehersteller wie Ubisoft und Innogames arbeiten mit Lootboy zusammen.

Wie ist André denn nun auf die Idee gekommen, seine App in der Höhle der Löwen vorzustellen? Er erzählt, er hätte Overwatch gespielt, als ihm der Gedanke durch den Kopf schoss. Kuschel füllte alle Formulare auf der Bewerbungsseite aus und machte sich weiter keine großen Gedanken. Vielleicht melden sie sich, vielleicht nicht, also zurück zu Overwatch. Schon am Montag kam ein Anruf, dass es losgeht. Drei Wochen später war der Dreh. Die Präsentation kam gut an und es gab einen Handshake-Deal über 400.000 Euro.

Zu einer Ausstrahlung kam es nicht, wohl auch wegen des Handshake-Deals, welcher mit dem Investor nicht weiter vertieft wurde. Geschadet hat die fehlende Ausstrahlung Lootboy nicht, wie André Kuschel sagt. Da eine Ausstrahlung wahrscheinlich war, haben sie alle Kräfte gebündelt und die App auf sichere Füße gestellt. Die Milestones eines ganzen Jahres wurden in nur drei Monaten abgearbeitet. Bei einer Ausstrahlung hätten ja durchaus Hunderttausende auf die App zugreifen und sie downloaden wollen. Kuschel zieht also eine positive Bilanz, was nicht jeder, der nicht ausgestrahlt wird, von sich behaupten kann. Eine kleine Lebkuchenmanufaktur mit Online-Shop hätte es fast die Existenz gekostet, dass die geplanten Zugriffe und Bestellungen durch die fehlende Ausstrahlung ausblieben. Doch Kuschel motiviert und rät jedem, unbedingt mitzumachen. Die Präsentation und die Vorbereitungen auf eine mögliche Sendung bringt Gründer unglaublich voran. Die Expertise der Löwen spielt natürlich auch eine wichtige Rolle, wenn es zu einem Deal kommt. Kuschel würde es immer wieder machen, denn die Unterstützung durch das starke Netzwerk und das Marketing-Know-how der Löwen ist wirklich Gold wert.
Tags: Tech, Höhle der Löwen
Quelle: Gameswirtschaft