Newsslash Android-App!
/// Aktuelle News

Mobile Payment Technologie kommt nicht überall gut an

Wir Deutschen haben uns in den letzten Jahren an die mobilen Bezahlmöglichkeiten gewöhnt und wissen sie sicher zu schätzen. Andere Länder dagegen üben sich, wenn es um Mobile Payment Technologie geht, doch eher in Zurückhaltung.
Von Viktor Pulz am 09.09.2019
Bild-Quelle: Apple
Dafür gibt es durchaus Gründe, wie basicthinking.de berichtet. Deutschland befindet sich derzeit noch im Aufbau dieser Technologie. Es gibt diverse Länder, die uns technologisch generell um Längen voraus sind. Das gilt zum Beispiel auch für die USA, doch gerade dort hat das mobile Bezahlen überhaupt keinen Stellenwert. Bevorzugt wird nach wie vor auch in Deutschland mit Bargeld bezahlt. Allein der Gedanke, dass es dieses irgendwann womöglich nicht mehr geben könnte, bereitet Kopfzerbrechen. Die Fakten sprechen für sich. Obgleich auch hierzulande technischer Fortschritt spürbar ist, bleibt das Bargeld etwas, das sich die Deutschen nicht freiwillig wegnehmen lassen wollen. Dafür hat man einfach viel zu lange damit gearbeitet und vor allen Dingen bezahlt.

Die Amerikaner verzichten auf mobiles Bezahlen
Viele Unternehmen gehen mehr und mehr davon ab, bargeldloses Bezahlen erst ab 10 oder 20 Euro zu erlauben. Mobile Payment jedoch findet man auch heute noch vergleichsweise selten. Die Amerikaner finden diese Option generell irrelevant. Die Management-Beratung Bain hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt und herausgefunden, dass nicht einmal 10% aller Amerikaner Mobile Payment verwenden. Damit dürfte klar sein, dass die Anbieter solcher Methoden, wie sie gerade in Online Casinos immer häufiger angeboten werden, keine Chance haben, in den USA Fuß zu fassen. In der Tipico Bewertung wird recht schnell deutlich, wie vielseitig Bezahlen gerade in der Glücksspielbranche ist. Ganz anders sieht es dagegen in Asien aus. Hier nutzen sogar rund 80 Prozent aller Bürger diese Option, weil sie bequem ist und niemand freiwillig einen Haufen Bargeld mit sich herumschleppen will. Dass Mobile Payment in vielen Ländern nur schleppend Erfolge sieht, kommt nicht von ungefähr.

Asien hat kaum alternative Zahlungsmethoden
In Deutschland und den USA ist die Auswahl an Zahlungsmitteln riesig. Wer nicht gerade sein Smartphone verwenden will, der setzt einfach auf Alternativen wie Skrill, Neteller, die Paysafecard oder Sofortüberweisung. Möglichkeiten gibt es viele – jedoch nicht in Asien. Dort fehlt es an solchen Alternativen, weswegen Mobile Payment immer häufiger Verwendung findet. China, Indien und viele weitere Teile Asiens entwickeln nicht nur mobile Geräte, sondern fokussieren sich aufgrund des Mangels an Zahlungsmethoden gezielt auf Mobile Payment. Bargeld war bis dato die einzige Option, doch davon geht man in Asien immer mehr weg. In Deutschland stößt mobiles Bezahlen noch auf Skepsis, wobei sich die Lage langsam zu wenden scheint. Asien schwört indes auf diese Methode. Welche Wahl hat man dort auch? Für die USA gibt es überhaupt keinen Anreiz, mobiles Bezahlen einzuführen. Selbst lokal ist es – genauso wie hier – problemlos möglich, mit einer EC-Karte zu zahlen.

Kosten für Implementierung zu hoch
Es ist nicht gerade ein Leichtes Unterfangen, neben potentiellen Kunden auch Händler von Mobile Payment zu überzeugen. Die Systeme einzubauen, ist mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden. Der wiederum würde sich erst rechnen, wenn auch die Kunden die Vorteile für sich erkennen. Das ist aber derzeit noch nicht der Fall, so dass weiterhin auf EC-Karten, Visa & Co. gesetzt wird. Was die Schnelligkeit angeht, so ist das mobile Bezahlen keineswegs besser als die klassische EC-Karte, mit der heute sogar kontaktlos Einkäufe gezahlt werden können. Demnach wird sich das Konzept hierzulande und auch in den USA vermutlich auch auf lange Sicht nicht durchsetzen können.
Tags: Tech, Apple Pay