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Game Streaming: Welche Plattformen sind die besten?

Netflix war gestern: In der Welt des Streaming werden Live-Demonstrationen von Videogames immer beliebter.
Von Viktor Pulz am 07.06.2019
Bild-Quelle: Twitch
Leuchtendes Beispiel dafür ist die Plattform Twitch, die es nach ihrer Gründung im Jahr 2011 innerhalb weniger Jahre zu einem Millionenbetrieb mit weltweiter Reichweite schaffte. Auch viele andere Services haben Live-Streaming in ihre Seiten eingebaut: So können User im Live Casino Games wie Slots oder Poker mitverfolgen – eine ausgezeichnete Alternative zum regulären Casinobesuch. Auch Instagram und Facebook ermöglicht seinen Usern Live-Übertragungen. Doch auch neben Twitch, das mittlerweile zum Teil Amazon gehört, gibt es zahlreiche Plattformen, die Gamer kennen und nutzen sollten. Dieser Artikel stellt die interessantesten Streaming-Alternativen vor.

Plattform-Tipp #1: Mixer
Microsoft hat sich von dem Hype um Game-Streaming inspirieren lassen und kurzerhand seine eigene Plattform in der Sparte gegründet. Sie nennt sich Mixer – ehemals Beam – und bietet Usern vor allem Streams beliebter Videospiele. Besonders praktisch sind die Playthroughs, bei denen Zuschauer am Beispiel durch verschiedene Spiele geführt werden. Sie sind dabei nicht passiv: Per Chat können sie einerseits mit den Spielern interagieren und per SDK (Software Development Kit) den Spielverlauf beeinflussen. Usern von Mixer kommt besonders entgegen, dass sie für die Streams keine Software von Drittanbietern installieren müssen.

Plattform-Tipp #2: YouTube Gaming
Zunächst hielten viele YouTube Gaming für einen kläglichen Versuch des roten Riesen, auch etwas vom Streaming-Kuchen abzubekommen. Tatsächlich hat YouTube Gaming aber einiges zu bieten und verprellt damit auch nicht Nutzer, die sonst zielsicher Twitch ansteuern. Seine Stärke sind ohne Zweifel Zusatzvideos zu den Games selbst, bei denen Zuschauer sich ein Live-Review ansehen oder den Soundtrack eines Games anhören können. Die Strukturierung der Plattform-Inhalte hat YouTube Gaming sich von Twitch abgeschaut: User können aus empfohlenen, beliebten oder gepushten Videos auswählen. Allerdings besteht das YouTube Gaming Publikum nicht nur aus Hardcore-Gamern, sondern auch aus regulären YouTubern. Das sorgt mitunter für abwechslungsreichere Interaktionen.

Plattform-Tipp #3: Smashcast.tv
Smashcast.tv ist ein Zusammenschluss aus den ehemals unabhängigen Plattformen Hitbox und Azubu. In der geballten Power sind sie einer der größten Konkurrenten zum Marktführer Twitch – vor allem, da sie die Bedürfnisse aller Parteien bedienen. Nicht nur für User ist die Viewing Experience ausgesprochen angenehm, auch Spieler selbst können leicht über die Plattform eine Followerschaft aufbauen und ihre Streams monetarisieren. Auch Event-Organiser setzen verstärkt auf diese Plattform, da sie ein ähnlich großes und diverses Publikum hat wie Twitch. Das Portfolio an eSports-Streams ist bei dieser Seite sogar vielfältiger als bei Twitch selbst.

Plattform-Tipp #4: Ustream
Smashcast.tv wird nur noch übertroffen von Ustream, das ebenfalls Twitch gefährlich werden könnte. Die Strategie dieser Plattform basiert vor allem darauf, Usern ein umfassendes Bouquet an Inhalten zu liefern, das in Bezug auf ihre Gaming-Interessen relevant sein könnte. So werden User hier etwa auf Talk Shows zum Thema aufmerksam gemacht oder können private Live-Streams finden. Insgesamt werden die Streaming-Services nicht nur für Game-Streams genutzt. Auch zahlreiche Firmen finden Verwendung dafür, Business-Streams einzurichten und Interessenten über neueste Entwicklungen zu informieren. Dazu gehören große Namen wie Facebook, aber auch die NASA und Salesforce.
User können also auf jede Menge Alternativen ausweichen, wenn Twitch mal wieder Probleme mit Überlastungen hat. Vielleicht entdecken sie auf einer der anderen Plattformen sogar eine Community, die noch besser zu ihren Bedürfnissen passt.
Tags: Games, Twitch