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Steirisches Start-Up zieht das große Los – Übernahme durch Playtika

Gerade einmal vier Jahre ist das Grazer Start-Up Supertreat GmbH alt und hat einen Deal geschlossen, der zu den bisherigen österreichischen großen Deals zählt. Playtika soll das ganze Potenzial der Firma ausschöpfen.
Von Iris Pflug am 23.05.2019
Bild-Quelle: Playtika
Das Grazer Start Up Supertreat GmbH hat wohl den ganz großen Deal gelandet. Mit dem 16.01.2019 hat die Spielefirma ihren Besitzer gewechselt und ist nun Teil des Spiele-Giganten Playtika. Die israelische Firma übernimmt damit ein erfolgreiches und vielversprechendes 12-Mann-Unternehmen.

Was war der Hauptgrund für die Übernahme von Supertreat?
Anreiz für den Kauf dürfte wohl der einmalige Erfolg der Spiele-App „Solitaire – Grand Harvest“ (im deutschen App Store unter „Solitär – Goldene Ernte“ zu finden) sein. Das Spiel basiert, wie bereits der Name vermuten lässt, auf dem gleichnamigen Kartenspiel-Klassiker „Solitär“. Der Download und die Basic-Variante sind für den Nutzer kostenlos. Dieser hat allerdings die Möglichkeit, seinen Spielerfolg durch App-In-Käufe voranzutreiben. Die Preisspanne reicht dabei von zwei bis 150 Dollar. Bonus Codes wie für Online-Casino-Angebote wie es sie zum Beispiel bei bet365 Aktionscode gibt, gibt es bei dem Titel jedoch nicht. Mit schönem Design und dem Einbau verschiedener Features wurde es jedoch 2018 zum riesen Erfolg.

Wie viel Umsatz brachte das Spiel „Solitaire – Grand Harvest“?
In dem Jahr schaffte es die Supertreat GmbH mit dem Spiel „Solitaire – Grand Harvest“ als bislang einziges österreichisches Spiel auf die Liste der Top 100 Bestverdiener-iOS-Apps in den USA. Nach Schätzungen wurde die Applikation alleine im Dezember 2018 400.000 Mal heruntergeladen und brachte Supertreat zwei Millionen Dollar Umsatz.

Wie lief die Übernahme von Supertreat durch Playtika ab?
Diese beeindruckenden Zahlen sorgten schnell für Aufmerksamkeit. So ließen die Interessenten aus der Online Spiele-Branche nicht lange auf sich warten. Insgesamt zehn Firmen haben sich laut Eigenaussage bei den Gründern von Supertreat gemeldet. Darunter auch der israelische Spieleentwickler Playtika. Das Unternehmen hatte sich nach der Gründung 2010 auf „Free-to-Play“-Games spezialisiert. Die Supertreat GmbH passt demnach mit ihrem Profil gut zu dem Spiele-Giganten. In einem Auswahlprozess, der über ein dreiviertel Jahr lang andauerte, evaluierten Christian Baumgartner und seine Mitgründer Christian Zehetner, Andreas Oberdorfer und Andreas Schörkhuber alle Interessenten und reduzierten die Auswahl allmählich auf zwei Wettstreiter: Playtika und einen amerikanischen Konkurrenten. Letztendlich erhielt Playtika den Zuschlag. Die Gründer von Supertreat begründeten die Entscheidung damit, dass durch den israelischen Spielehersteller mit seinem internationalen Netz an Niederlassungen das volle Potenzial von „Solitaire – Grand Harvest“ ausgeschöpft werden könne.

Für welche Summe ging Supertreat an Playtika?
Playtika hat sich die Übernahme wohl einiges kosten lassen. Genaue Zahlen und Übernahmebedingungen blieben unter Verschluss. Jedoch muss es sich bei dem Kauf um eine Summe gehandelt haben, die zu den bisher großen österreichischen Deals gehört.
Tags: Games, Playtika