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Sind Live-Casino-Übertragungen im Fernsehen erlaubt?

Sind Live-Casino-Übertragungen im Fernsehen erlaubt? Obwohl der deutsche Glücksspielstaatsvertrag vorsieht, dass Casinos ohne deutsche Lizenz ihre Glücksspiele deutschen Interessenten nicht mehr durch Werbung schmackhaft machen dürfen, laufen im Fernsehen immer wieder Werbungen für diverse Anbieter an.
Von Iris Pflug am 07.05.2019
Bild-Quelle: Mr. Green
Obwohl der deutsche Glücksspielstaatsvertrag vorsieht, dass Casinos ohne deutsche Lizenz ihre Glücksspiele deutschen Interessenten nicht mehr durch Werbung schmackhaft machen dürfen, laufen im Fernsehen oder Radio immer wieder Werbungen für diverse Glücksspielanbieter an. Grund dafür sind Schlupflöcher, wie sie beispielsweise durch die Eigenregie des Landes Schleswig-Holstein geschaffen werden.

Möchte sich ein Unternehmen potentiellen Kunden und Zielgruppen präsentieren, gilt erinnerungswürdige Fernseh- und Radiowerbung als wichtigster Stützpfeiler für die Kundenakquise überhaupt. Die Werbung erreicht breite Zuschauer- und Hörer-Massen schnell, unkompliziert und prägt sich trotzdem gut ein. Das wissen auch die zahlreichen Glücksspiel-Anbieter.
Der Kundenstamm soll durch Glücksspiel-Werbung dieser Art erweitert werden. Doch ist nicht genau jene Werbung eigentlich verboten, weil die diversen Glücksspielanbieter in Deutschland aufgrund des Glücksspielstaatsvertrages – der 2012 in Kraft getreten ist – eigentlich sogar illegal sind? Einige Anbieter, wie z.B. Mr Green, sehen wir aber dennoch im Fernsehen.

Genau das hätte Mr Green aber eigentlich gar nicht nötig, denn dieses Online-Casino gehört in Deutschland zu den beliebtesten Anbietern, wobei dies vor allem für die klassischen Automatenspiele gilt.

Wer stattdessen live Casino online spielen möchte, sollte sich eher an das 888Casino oder an betway wenden. Um sich allerdings eine Übersicht über die Top-Live-Anbieter zu schaffen, können Casino-Fans serioeseonlinecasinos.org besuchen.
Online-Casinos wissen sich jedoch auch einige Schlupflöcher zunutze zu machen, die unter anderem durch Bundesländer, wie Schleswig-Holstein, entstanden sind. Aber auch Lücken im Gesetz ermöglichen das Werben solcher Anbieter, sodass hin und wieder der Mr Green vertretende Gentleman in grünem Anzug über den Bildschirm flackert, um für den gleichnamigen Casino-Anbieter zu werben.

Die Regelungen fallen schwammig aus
Wer sich nicht lieber mit Streaming-Neuheiten, wie The Queens, von Netflix befassen will und daher hin und wieder auf das reguläre Fernseh-Programm zurückgreift, wird um die Casino-Werbung noch immer nicht herum kommen. Denn: Schleswig-Holstein konnte den Glücksspielstaatsvertrag bisher erfolgreich ignorieren und hat einigen Glücksspiel-Anbietern deutsche Lizenzen vergeben, die sie nach Prüfung der Spots auch zum Ausstrahlen der TV- oder Radiowerbung bemächtigt. Zwar dürfen nur 20 Glücksspielanbieter gleichzeitig eine deutsche Lizenz besitzen, doch reicht das schon vollkommen aus, um auch Casino-Werbung im TV und Radio regelmäßig aufleben zu lassen.

Weiterhin ist es den Glücksspiel-Anbietern möglich, für Seiten mit .de-Endungen zu werben, sofern diese keine Glücksspiele online bewerben. Ein Schlupfloch für Casinobetreiber gibt es allerdings, da deutsche Kunden die entsprechende Webseiten-Endung zum Spielen schnell finden können.

Das Ende in Sicht?
Nun wird Werbung im TV und Radio durch Online-Casinos aber langsam immer seltener. Der Grund: Die Landesmedienanstalten haben mit einem bundesweiten Brief an die öffentlichen Sender darauf hingewiesen, dass jene Werbung rechtliche Grauzonen betritt und künftig bitte zu verhindern sei. Illegalen Glücksspiel-Anbietern dürfe damit keine Werbefläche mehr zur Verfügung gestellt werden.
Verwaltungsrechtliche Mittel als drohende Konsequenz bei Verstößen reichen offenbar aus, um den Sendern Casino-Werbung weniger schmackhaft zu machen – denn bisher haben fast alle Sender entsprechend auf diese Aktion reagiert. Künftig ist also nicht mehr damit zu rechnen, dass man sich in Sachen Fernseh- oder Radiowerbung auch die Spots von Glücksspiel-Anbietern ansehen oder anhören muss – unter anderem, weil die Regelungen künftig weiter verschärft werden sollen.
Tags: Games, Mr. Green