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Wie ist das Lotto-Spielen in Deutschland organisiert?

Wer in Deutschland Lotto spielen möchte, kann sich nicht nur zwischen verschiedenen Varianten, sondern auch zwischen Erst- und Zweitlotterien entscheiden. Doch wie ist das Lotto-Spielen in Deutschland organisiert?
Von Viktor Pulz am 03.05.2019
Bild-Quelle: Lotto.de Logo
Wer in Deutschland Lotto spielen möchte, kann sich nicht nur zwischen verschiedenen Varianten, sondern auch zwischen Erst- und Zweitlotterien entscheiden. Während es sich bei der Erstlotterie um ein staatlich lizensiertes Angebot handelt, gestaltet sich die Suche nach einer Zweitlotterie manchmal ein wenig aufwendiger. Grundlegend gilt, dass die Zweitlotterien nicht dem deutschen Glücksspielvertrag unterliegen.

Offizielle Vergleiche zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, an einer Zweitlotterie teilzunehmen, zeigen, dass es mittlerweile viele Seiten gibt, die es hier geschafft haben, sich aufgrund ihrer Seriosität einen Namen zu machen. Dennoch gibt es natürlich auch gerade hier die berühmten Schwarzen Schafe.

Das Lotto Spielen in Deutschland ist dementsprechend auf zwei Säulen, der Erst- und Zweitlotterie, möglich. Im Folgenden soll ein wenig genauer auf die jeweilige Organisation eingegangen werden.

Die Erstlotterie – der „altbekannte Klassiker“
Wer sich für das Lotto Spielen auf Basis der Erstlotterie entscheidet, arbeitet wie bei lotto24.de mit einem staatlich lizensierten Lottoanbieter zusammen. Das bedeutet: er spielt auf Basis des geltenden Glücksspielvertrages Lotto. Tippt der Spieler auf die richtigen Zahlen, ist auch besagter, lizensierter Lottoanbieter sein Ansprechpartner, wenn es um die Auszahlung des Gewinns geht.

Klassischerweise nimmt ein Spieler an der Erstlotterie teil, wenn er beispielsweise seinen Tippschein an einer der örtlichen Annahmestellen abgibt.

Die Teilnahme an internationalen Zweitlotterien über das Internet
Keine Lust mehr darauf, das eigene Glück lediglich auf der Basis von „6aus49“ herauszufordern? Kein Problem! Im Zeitalter des Internet haben Spieler natürlich auch die Möglichkeit, internationale Lotterievarianten, wie zum Beispiel „El Gordo“, für sich auszutesten.

Wichtig: wer sich für die Teilnahme an der Zweitlotterie entscheidet, schließt seinen „Vertrag“ mit der jeweiligen Anbieterseite, zum Beispiel lottohelden.de usw., ab! Die Zahlen, die es jedoch zu tippen gilt, entsprechen der der offiziellen Lotterie. Auch die Quoten sind exakt gleich.

Ein besonderer Unterschied besteht jedoch im Zusammenhang mit der Auszahlung des Gewinns. Denn: entscheidet sich ein Spieler für die Teilnahme an einer Zweitlotterie, erhält er seinen (gegebenenfalls erspielten) Gewinn vom jeweiligen Zweitlotterie-Anbieter. Ansprechpartner für die Auszahlung wäre dann nicht mehr das staatlich regulierte Lotto, sondern lottohelden.de (bzw. der Anbieter, über den der Tipp abgegeben wurde.).

Einige Schwarze Schafe aus dem Bereich der Zweitlotterie sind im Laufe der Jahre dazu übergegangen, auf ihren Seiten den Eindruck zu erwecken, dass über sie direkt an der staatlichen Lotterie teilgenommen werden würde. Hierbei handelt es sich um eine (leider immer noch) weit verbreitete Annahme!

Denn: jeder Zweitlotterieanbieter ist selbst für die Auszahlung seiner Gewinne verantwortlich! Umso wichtiger also, dass Spieler lediglich auf seriöse Seiten vertrauen. Diese lassen sich unter anderem daran erkennen, dass eine entsprechende Versicherung dafür sorgt, dass auch besonders hohe Beträge (wie zum Beispiel ein Jackpot) problemlos ausgezahlt werden können.

Auf der Suche nach seriösen Anbietern verschlägt es viele Lottofans auf einschlägige Vergleichsseiten. Bei z.B. lottoview.de werden die verschiedenen Details der Anbieter, unter anderem auch Nutzerkomfort, Erfahrungen und Spielangebot auf übersichtliche Weise einander gegenübergestellt.

Was passiert mit den Einsätzen?
Während die Freude über einen Gewinn oft groß ist, stellen sich Spieler, die „mal wieder“ verloren haben, oft die Frage, was eigentlich mit den Einsätzen passiert, die sie in ihren Tippschein investiert haben.

Auch hier gibt es -bei genauer Hinsicht- grundlegende Unterschiede zwischen Erst- und Zweitlotterien. Denn: da durch die Einsätze, die im Zuge einer Zweitlotterie getätigt werden, keine direkte Teilnahme am Lotto stattfindet, erhöht sich auch der Jackpot nicht. Die entsprechenden Summen werden -übrigens ganz legal- an den entsprechenden Wettanbieter im Ausland weitergeleitet. Vor allem der Anbieter „EU Lotto Ltd.“ hat es in diesem Zusammenhang im Laufe der Jahre geschafft, sich hier einen Namen zu machen. So gehören unter anderem Tipp24 und Lottoland zu seinen Partnern.

Ein wenig anders gestaltet sich das Prinzip im Zusammenhang mit einer Teilnahme an der Erstlotterie. Hier gelten -gerade mit Hinblick auf die „Verwertung der Einsätze“- andere Regeln.

Grundsätzlich gilt hierbei, dass:
- circa die Hälfte der Einsätze, die im Zusammenhang mit der Erstlotterie getätigt werden, wieder in Form von Gewinnen an die Spieler ausgeschüttet wird

- mit etwas weniger als einem Viertel der Gesamtsumme der Einnahmen werden unter anderem sportliche und kulturelle Einrichtungen unterstützt

- 17 Prozent der Summe stellt die sogenannte Lotteriesteuer dar

- mit 12 Prozent werden zu guter Letzt die Annahmestellen bzw. die Vertriebspartner (in provisionstechnischer Hinsicht) bedacht. Weiterhin werden von besagten 12 Prozent auch die Betriebskosten gedeckt.

Als besonders greifbares Beispiel wird in diesem Zusammenhang beispielsweise immer wieder gern aufgeführt, dass WestLotto unter anderem den Zentral-Dombau-Verein zu Köln unterstützt.

Weitreichende Veränderungen?
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich die Organisation des Glücksspiels, gerade über das Internet, immer wieder verändern kann. Vor allem auch Entscheidungen, wie die des Anbieters Lottohelden, der sich im Jahre 2015 dazu entschloss, vom Anbieter für staatlich lizensiertes Lotto auf die „Zweitlotterieseite“ zu wechseln, zeigen, dass der Markt einem kontinuierlichen Wandel unterliegt.

Wer hier in Erfahrung bringen möchte, auf welcher Basis „sein“ aktueller Anbieter arbeitet, kann einen kurzen Blick in dessen Impressum werfen. Die entsprechenden Informationen sollten hier immer vermerkt sein, um maximale Transparenz zu gewährleisten.
Tags: Games, Lotto