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Illegale Spielepraktiken bei Big Fish Games?

Big Fish Games sind alles andere als ein kleiner Fisch und macht mit mobilen Spielen jede Menge Geld. Doch ein Teil davon soll durch illegale Spielepraktiken, die denen von Online Casinos ähneln, verdient werden. Das zumindest wird in einer Sammelklage, die gegen das Unternehmen eingereicht wurde, behauptet. Worum geht es genau?
Von Daniela Heim am 07.03.2019
Bild-Quelle: Big Fish
Beim Bezirksgericht in Western Washington wurde eine Sammelklage eingereicht. Sie richtet sich gegen den US-amerikanischen Publisher und Entwickler Big Fish Games. Das Unternehmen soll in seinen mobilen Spielen Praktiken anwenden, um das nötige Kleingeld reinzubringen, die denen von Online-Casinos extrem ähneln oder gleichzusetzen sind. Gemeint sind Spielemarken, die man in den Social-Casinos-Games von Big Fish gegen echtes Geld erwerben, aber kein echtes Geld gewinnen kann. Bei normalen Online Casinos kann man hingegen auch echtes Geld gewinnen. Eine Übersicht über diese Anbieter gibt es auf Seiten wie diese: Casinoangebot 2019

In den Social-Casino-Games von Big Fish kann jeder erst einmal mit einer gewissen Anzahl von Gratis-Spielemarken mitspielen. Dann ist der kostenlose Spaß vorbei und man muss die Marken gegen harte Dollars kaufen, um weiter mit dabei zu sein. Klar, es gibt auch immer wieder Gratismarken, aber auf die muss man eine Weile warten und sie sind begrenzt. Die Chips kann man für 99 Cent oder aber auch für mehrere Tausend Dollar erwerben. So geschehen bei einer Spielerin, die durch die Sammelklage vertreten wird. Sie hat in nur einem Monat mehr als 3.000 Dollar für Spielmarken ausgegeben, um bei Poker, Roulette und Blackjack mit von der Partie zu sein. Gewonnen hat sie (natürlich, da es ein Social Casino ist) nichts, zumindest keine echten Dollar.

Bezahlen, um spielen zu können. Und wo ist nun das Problem? Irgendwie müssen kostenlose Spiele ja monetarisiert werden. Doch der Haken liegt hier darin, dass man Big Fish Games vorwirft, sich zu Zwecken der Gewinnmaximierung, der psychologischen Tricks und Kniffe aus den Casinos zu bedienen. Damit greift das Unternehmen besonders die Wale ab, die mehrere Hundert oder gar Tausende Dollar ausgeben, um weiter zu spielen und am Ende nur Spaß gehabt, aber keine Chance auf echte Gewinne wie im normalen Casino zu haben.

Und tut man als Spieleanbieter genau dies, um möglichst viel Gewinn zu machen, dann fängt die Begründung, warum Social Casino Games nicht wie Online-Casinos als Glücksspiel gelten, an zu wackeln. Diese haben nämlich den sozialen, interaktiven Charakter des Spielens im Fokus und nicht den Aspekt des Gewinnens. Durch die Ausnutzung psychologischer Effekte des Glücksspiels, tritt dieser aber in den Hintergrund und die reine Lust am Gewinnen in den Vordergrund. Da nützt es laut den Klägern auch nichts, dass es auch Spieler gibt, und sicherlich nicht zu wenige, die diese Games auch völlig ohne Echtgeldeinsatz spielen.

Zu klären ist nun, wie auch schon einmal zuvor, ob man dadurch den Spielmarken und Chips einen echten Gegenwert zurechnen könnte, auch wenn man eben eigentlich kein echtes Geld gewinnen kann. Na, warten wir mal ab, wie es dieses Mal für Big Fish Games ausgeht. Beim letzten Vorwurf einer einzelnen Klägerin sah dies der Richter jedenfalls so und die Klägerin gewann gegen den Spielebetreiber.
Tags: Games, Big Fish