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Trotz Verbot der belgischen Spielebehörde setzt EA auf Lootboxen

Die Diskussion um die Lootboxen ist gerade erst ein wenig abgeflacht, da sorgt EA dafür, dass das Thema wieder neu in die Medien kommt. Electronic Arts will nämlich auch in Belgien nicht auf Lootboxen in FIFA-Spielen verzichten, obwohl es dort ein scharfes Verbot für die Beuteboxen gibt.
Von Daniela Heim am 17.09.2018
Bild-Quelle: EA
Die belgische Glücksspielbehörde hat in der Diskussion um die Lootboxen Konsequenzen gezogen und diese in Spielen verboten. Daran halten sich auch Unternehmen wie Blizzard in Overwatch oder Valve in Counter Strike: Go und Dota 2. Der US-amerikanische Entwickler und Publisher Electronic Arts allerdings stellt sich quer. Im aktuellen FIFA 18 und dem kommenden FIFA 19 soll es auch in Belgien weiterhin Beuteboxen geben. Für dieses Spiel- und Monetarisierungselement nimmt EA auch in Kauf, dass das Ganze dann vor Gericht landet.

Die Staatsanwaltschaft in Brüssel führt nämlich derzeit eine strafrechtliche Untersuchung durch und es ist sehr wahrscheinlich, dass der Fall Electronic Arts einem Richter vorgelegt wird. Das Risiko ist hoch, dass EA eine satte Strafe bekommt, weil die Lootboxen in Belgien als Glücksspiel eingeordnet werden. Das Verfahren bietet aber auch eine Chance, denn an einem konkreten Beispiel würden die Lootboxen als Glücksspiel nochmals erneut geprüft werden. Immerhin kann es ja auch ganz anders ausgehen und der Glücksspielcharakter widerlegt werden. Das hätte eine durchschlagende Wirkung als Präzedenzfall für die gesamte Branche.

Lootboxen sind sogenannte Beutekisten, die teilweise gekauft, teilweise auch als Loot oder Gewinn in den Spielen ausgegeben werden. Was sich in den Kisten befindet und der Spieler also zur Verwendung im Spiel bekommt, ist dabei vom Zufall abhängig. Genau deswegen haben manche Länder, wie eben auch Belgien, diese Boxen als Glücksspiel eingestuft. Das Verbot in Belgien bezieht sich im Übrigen nicht grundlegend auf alle in Spielen vorkommenden Boxen, sondern die Behörde hatte nur einige populäre Spiele geprüft und unter anderem EA mit FIFA und anderen erfolgreichen Games von Valve oder Blizzard dieses Element verboten.

In Deutschland sind die Lootboxen zwar auch diskutiert, aber nicht verboten worden. Sie sind eher mit dem Kauf von Losen vergleichbar und daher kein Glücksspiel in dem Sinne, dass es einer Regulierung oder gar eines Verbotes bedarf. Electronic Arts äußert sich zum Verbot und vor allem dem Nichteinhalten dieses in Belgien dahingehend, dass die Spieler durchaus schon im Vorhinein wüssten, welche Items in den Boxen zu finden sind. Außerdem könne die Gewinne und Items nicht im Spiel und außerhalb des Spiels gehandelt werden, bringen also keinen Mehrwert durch Verkauf oder Tausch. Wir sind gespannt, wie der Prozess, der sicherlich kommen wird, ausgeht und welche Konsequenzen der Fall EA dann für alle anderen Spieleunternehmen haben wird.
Tags: Games, Electronic Arts
Quelle: Heise
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