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EA kauft Titanfall-Entwickler Respawn und schliesst Visceral Games

EA hat es wieder getan! Ein Studio abgewickelt und dafür eine neues gekauft. Diesmal ist es Visceral Games, deren Türen geschlossen werden und Respawn, Entwickler des berühmten Games Titanfall, wird Teil der EA-Family. Der Grund für beide Entscheidungen: die Star-Wars-Lizenz.
Von Daniela Heim am 20.11.2017
Bild-Quelle: EA
Die Games-Welt schaut mal wieder auf EA, aber nicht, weil Electronic Arts ein tolles neues Spiel herausgebracht hat, sondern weil das Unternehmen mal wieder auf Einkaufstour war - und gleichzeitig - auch mal wieder - dafür sorgt, dass es ein Studio weniger in der Spielebranche gibt. EA machte dieser Tage einen Deal und holt Respawn, den Entwickler von Titanfall und Titanfall 2 in die Familie. Aber es fliegt auch wieder einer aus der Familie raus: Visceral Games dürfen schließen und dem neuen Team von Respawn Platz machen.

Hochgelobt sind die Titanfall-Games, aber spielen nicht soviel ein, wie sie sollten. Die Spiele sind schon unter der Flagge des US-Publishers EA veröffentlicht worden und nun kommt es zum finalen Schritt, dem Einzug in das Imperium der Electronic Arts. Respawn, bis dato noch unabhängig, wird nun ein Teil von EA, ein Schritt, der von beiden Seiten aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit angestrebt wurde, wie EA mitteilt. Ein neuer Player in der EA-Familie, wo doch erst vor kurzem Visceral Games, bekannt für Dead Space, geschlossen wurde.

Noch in diesem Jahr soll der Deal über die Bühne gehen. 115 Millionen US-Dollar war EA das Studio Respawn wert. Es könnten noch mehr werden, wenn ein paar Boni und zusätzliche Zahlungen im Laufe der Unterschriftsreifung des Vertrages dazu kommen.

Die Schließung von Visceral Games und die Übernahme von Respawn sollen voneinander unabhängige Entscheidungen sein, doch irgendwie dreht sich das alles um die Star-Wars-Lizenz, die EA im Jahr 2013 bekommen hatte. Respawn arbeitet Gerüchten zufolge schon länger an einem neuen Titel, der sich im Star-Wars-Universum abspielen soll. Mit dem Einkauf in die EA-Familie könnte der Publisher mehr Entscheidungskontrolle über die Entwicklung bekommen und das Game zielgerichteter in seinem Interesse lenken.

Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass auch Visceral Games an einem Sci-Fi-Game gearbeitet hat, welches im Krieg der Sterne-Universum spielt. Damit war EA aber nicht wirklich zufrieden und begründete seine Entscheidung, das Studio zu schließen damit, dass die Entwicklung des Star-Wars-Games eingestampft wird. Das ganze Game wurde neu konzeptioniert und die Entwicklung liegt in den Händen des Teams von EA Vancouver. Und nun kommt Respawn mit seiner Entwicklung eines Star-Wars-Titels noch hinzu? Wir können nur abwarten und werden erst sehr viel später hinter die Strategie von EA kommen. Respawn arbeitet auch an einem neuen Titanfall und einem weiteren Titel unbekannten Szenarios und Settings.

EA ist berühmt für seine Einkäufe, die immer wieder darin enden, dass die eingekauften hochgelobten Studios dann geschlossen werden. Wir würden es Respawn gönnen, dass genau dieses mit ihnen nicht passiert. Von wem dann ein Star-Wars-Titel herauskommt, EA Vancouver oder Respawn, ist ungewiss. Vielleicht stehen sie auch gar nicht miteinander in Wettbewerb, sondern beide sind so unterschiedlich, dass auch zwei Star-Wars-Titel vom Publisher EA ihre Daseinsberechtigung haben.
Tags: Games, Electronic Arts, Respawn Entertainment
Quelle: Heise
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