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BoJack Horseman: Eine geniale Animationsserie für Erwachsene?

Mit BoJack Horseman hat Netflix eine eigenproduzierte Animationsserie am Start, welche das Leben eines einstigen Hollywood Stars beleuchtet. Kotzende Pferde, betrunkene Teeniestars und der Sinn des Lebens sind ein wichtiger Bestandteil einer humorvollen Story mit einem ernsten Kern.
Von Viktor Pulz am 02.02.2015
Bild-Quelle: Netflix
Betrunkene Pferde, Tiere die Sex mit Menschen haben und die Suche nach einem neuen Ziel im Leben. So könnte man die im September 2014 auf Netflix Deutschland veröffentlichte Serie BoJack Horseman ganz gut umschreiben.

Der Video-on-Demand-Anbieter Netflix hat mit House of Cards und Marco Polo wirklich tolle eigenproduzierte Serien am Start. Zum Portfolio der Netflix Original-Serien zählt auch die Animationsserie BoJack Horseman, welche absolut bescheuert und zugleich auch absolut genial ist. Oder ist sie so genial, weil sie so bescheuert ist?

Persönlich bin ich ein Freund von Serien wie House of Cards, Suits und Breaking Bad. Mit BoJack Horseman habe ich aber ebenfalls vor einem Monat begonnen und auch wenn die Vorfreude auf eine zweite Staffel nicht so groß ist, wie die Freude auf die kommende House of Cards Staffel, schafft es die Serie doch immer wieder, mich zum weiterschauen zu ermutigen.

Das kotzende Pferd mit einem Alkoholproblem
Bei BoJack Horseman handelt es sich um eine Erwachsenen-Animationsserie, welche das Leben eines ehemaligen Serienstars beleuchtet und zeigt, mit welchen Problemen dieser zu kämpfen hat. Die Suche nach einer neuen Aufgabe, die Abhängigkeit zu Alkohol und die zahlreichen Beziehungsprobleme stellen die Kernelement dieser Serie dar. Man erkennt durchaus immer wieder den ein oder anderen Hollywood-Star, dem es nach einer steilen Karriere wohl ähnlich erging. Denn nicht nur das Leben des einstigen Stars gerät aus den Fugen, auch die Presse hat es immer mehr auf ihn abgesehen.



Die Animationsserie spielt in Los Angeles und in ihr kommen sowohl Menschen als auch Tiermenschen vor. Die Hauptfigur BoJack Horseman ist hierbei ein Mensch mit einem Pferdekopf. Er wurde in der Vergangenheit durch die Serie „Horsin' Around“ ein großer Star und hat seit dem einige Probleme dabei, einen neuen Hit zu landen. Seine Agentin Princess Carolyn (eine aufrechtgehende Katze) versucht immer wieder neue Jobs für ihn zu finden und scheitert hierbei doch meist kläglich. Seine Ghostwriterin Diane Nguyen (eine Frau), in welche er sich verliebt, ist zudem mit seinem Erzfeind Mr. Peanutbutter (ein Hund) zusammen. Letzterer hat das Erfolgskonzept seiner Serie „Horsin' Around“ kopiert und ist nun ein angesagter Star.

Die Serie ist voll von versteckten Anspielungen
Das Zusammenleben zwischen Menschen und Tiermenschen wird in dieser Serie absolut genial umgesetzt. Egal ob Mensch oder aufrechtgehendes Tier, auf die Unterschiede wird nicht wirklich eingegangen. Trotz allem ist ein Navy Seal (welcher BoJack wegen einer Auseinandersetzung im Supermarkt verklagt) ein Seehund und Bojacks Verleger, welcher bei Penguin Publishing arbeitet, ein Pinguin. Solche Elemente gibt es unzählige und schmunzeln muss man doch meistens.

Die Serie ist hierbei zudem voll mit Anspielungen, welche man oft auch gar nicht auf den ersten Blick bemerkt. So trinkt die Katze und BoJacks Agentin Princess Carolyn einen Tee mit der Bezeichnung „Cat Nip“ und liest in der Zeitung „Birdo“. Oder im TV-Sender MSNBSea ist der News-Anchor ein Wal mit dem Namen Tom Jumbo-Grumbo und bei einem Karussell reitet man nicht auf einem Pferd sondern auf einem Pferd mit menschlichen Armen und Beinen. Ich glaube ihr wisst, auf was ich hinaus möchte.



Ein gefallener Teeniestar darf nicht fehlen!
Doch nicht nur BoJack Horseman wird in der Serie beleuchtet. Auch seine damalige Sitcom-Kollegin, welche ein Kind in „Horsin' Around“ spielte, wurde zum Teeniestar (sexy IT Girl) und ist nun durchgehend am feiern, kämpft mit ihrem Drogenproblem und findet auch keinen neuen Sinn im Leben. Dass beide auch noch gemeinsam im Bett landen, macht das Kraut auch nicht mehr fett. Jede Person hat in der Serie eine Rolle bekommen, in der sie sich nicht wirklich glücklich fühlt. Die Ghostwriterin Diana will so zum Beispiel eigentlich Romane schreiben und der Mitbewohner von Bojack, ein Mensch mit dem Namen Todd, kämpft mit einem Problem nach dem anderen und versagt doch meist auf halber Strecke.

Die Serie behandelt mit einer ordentlichen Portion Humor ein ernstes Thema, dass jeder in irgend einer Form kennt. Auch wenn die Kritik in der internationalen Presse nicht unbedingt so überragend war, sollte man sich die Serie unbedingt einmal ansehen, um sich seine eigene Meinung zu bilden. Bei den Zusehern kam die Serie wohl auch durchaus gut an, denn Netflix hat bereits eine zweite Staffel angekündigt; die Produktion soll in diesem Jahr starten. Und für alle die das Intro-Lied so gut finden wie ich, hier gibt es eine Dauerschleife vom BoJack Horseman Intro Song ;).

Tags: Serie, BoJack Horseman, Netflix
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