Newsslash Android-App!
/// Aktuelle News

Großbanken ergreifen Maßnahmen gegen den Kauf von Kryptowährungen

Kryptowährungen hatten es in den vergangenen Wochen schwer. Ist der Bitcoin doch innerhalb kürzester Zeit von rund 15.000 Euro auf rund 5.000 Euro eingebrochen. Auch erste Großbanken verbieten nun den Kauf von Kryptowährungen über deren Kreditkarten.
Von Viktor Pulz am 13.02.2018
Bild-Quelle: bitcoin
Die Achterbahnfahrt der Cyberwährung Bitcoin ist in den vergangenen Wochen ordentlich durch die Medien gegangen. Der Bitcoin ist die erste vollständig digitale Währung weltweit. Sie existiert nicht im physischen Sinne und ist nicht durch Zentralbanken abgesichert. Infolgedessen unterliegt die Währung heftigen Kursschwankungen und konnte 2017 einen Kursanstieg von etwa 1300 % verzeichnen. Der Bitcoin war zum Zeitpunkt seiner Einführung 2009 die erste Kryptowährung, deren Beispiel in Kürze viele folgen sollten wie Ethereum, Litecoin, Ripple und Zcash, um nur einige zu nennen. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis die Banken das realisierten und sie beginnen nun, gegen diese neue Währung anzugehen.

Auch wenn Währungen wie der Bitcoin einen dramatischen Wertanstieg verzeichnen konnten, war und ist es teils schwer, sie auch auszugeben. Trotz der Bekanntheit der Cyberwährungen schrecken viele Einzelhändler davor zurück, diese anzunehmen, da die Sorge um einen potenziellen Wertverlust der Währung besteht. Natürlich gibt es auch Unternehmen, die Kryptowährungen akzeptieren, insbesondere im Gamingmarkt, wo einige der Online-Casinos heute Bitcoins für das Glücksspiel akzeptieren. Aber auch in der Welt der Online-Casinos bevorzugt die Mehrheit der Casinos eher bewährte und vertrauenswürdige Zahlungsmethoden wie Neteller oder PayPal.

Die traditionelle Bankenwelt scheint insbesondere bezüglich des kometenhaften Wertanstiegs eines Bitcoins ziemlich überrascht gewesen zu sein. Die Währung wird in den meisten Märkten nicht reguliert und stellt infolgedessen eine hochriskante Investition dar. Die Banken haben den Bitcoin nun zum Feind erklärt, wobei die Lloyds Banking Group eine der vielen Banken ist, die den Kauf von Kryptowährungen mit Kreditkarte nicht mehr erlauben. Auch Bank of America, Citigroup, JP Morgan und Capital One hab sich dieser Gruppe von Banken angeschlossen, die den Kauf von Bitcoins und anderen ähnlichen Währungen mit Kreditkarte der Banken nicht erlauben. Die Kunden haben daher die Möglichkeit, den Kreditkartenanbieter zu wechseln oder sich auf das Versenden von Schecks zu verlassen - keine einladende Perspektive in einer Welt, in der sich der Wert einer Kryptowährung über Nacht auf dramatische Weise ändern kann.

Da sich vermutlich immer mehr Banken diesem Kreuzzug gegen den Bitcoin anschließen werden, wird von einigen Analysten ein starker Wertabsturz der Währung über die nächsten Monate prognostiziert. Natürlich ist es so, dass dieser Markt in der Vergangenheit nur schwer eingeschätzt werden konnte, was exakte Prognosen bezüglich der zukünftigen Aussichten recht kompliziert gestaltet. Für den Moment scheinen die Banken bei der Wiederherstellung der alten Ordnung die Oberhand zu haben, aber es wäre verfrüht, die Kryptowährungen bereits abzuschreiben.
Tags: Tech, Bitcoin
Quelle: TheGuardian