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StudiVZ ist pleite

Poolworks Germany Ltd., das Unternehmen hinter StudiVZ, hat Insolvenz angemeldet. Dem Betreiber sämtlicher VZ-Netzwerke geht es finanziell bereits seit längerem schlecht. StudiVZ und MeinVZ werden trotzdem aktiv bleiben.
Von Cindy Doetschel am 11.09.2017
Bild-Quelle: StudiVZ
Am Donnerstag hat das Unternehmen Poolworks Germany Ltd. Insolvenz angemeldet. Die Gesellschaft betreibt die Plattformen StudiVZ und MeinVZ – einer Mail des Unternehmens zufolge sollen die beiden Plattformen auch weiterhin aktiv bleiben. Das Ziel sei eine Restrukturierung des Unternehmens. Darüber hinaus sollen die VZ-Gruppen erhalten bleiben und die neue Kernproduktentwicklung finalisiert werden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Jesko Stark (Kanzlei GT Restructuring), zeigte sich optimistisch. Er sei äußerst zuversichtlich, was das Weitergehen des Betriebs betrifft. Für ihn steht die Stabilisierung des Geschäfts an erster Stelle. Jesko Stark zufolge sollen die sieben noch beschäftigten Mitarbeiter Insolvenzgeld erhalten. Für das Unternehmen sei dies eine Entlastung.

Den öffentlichen Jahresabschlüssen zufolge schuldete Poolworks Germany Ltd. ihren Eigentümern, der texanischen Investmentgesellschaft Momentous Entertainment Group (MEG) am Ende des Jahres 2015 bereits über 45 Millionen Euro. Laut einem Statement von StudiVZ könnte auch in den Schulden beim Finanzamt ein weiterer Grund für die Anmeldung der Insolvenz liegen.

Hinter den VZ-Netzwerken liegen jedenfalls turbulente Jahre. Vor zehn Jahren wurde das Startup von den Gründern Ehssan Dariani und Dennis Bemmann an den Holtzbrinck-Verlag verkauft – 85 Millionen Euro wechselten damals den Besitzer. In den darauffolgenden Jahren gingen die Nutzerzahlen und die Relevanz der Netzwerke zunehmend zurück, schließlich wurde die Tochter StudiVZ 2012 erneut verkauft, diesmal an die Investmentfirma Vert Capital. Erst seit Februar gehört StudiVZ der Firma MEG.
Tags: Tech, StudiVZ
Quelle: Gründerszene
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