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YouTuber klagen über Umsatzeinbruch bei YouTube

YouTubes Algorithmus flaggt wieder einmal Videos mit Gewalt, Waffen und anderen Inhalten, die an Krieg und Hass erinnern. Betroffen sind diesmal eben vor allem die YouTuber, die in ihren Kanälen Videospiele vorstellen. Deren Werbeeinnahmen brechen nun oftmals komplett ein.
Von Daniela Heim am 07.09.2017
Bild-Quelle: Google
Alle Jahre wieder, möchte man singen, wenn es um das leidige Thema des YouTube-Algorithmus zur Freigabe von Videos für die Monetarisierung durch Werbung geht. Fast genau um die gleiche Zeit im letzten Jahr ging ein Aufschrei durch die Gemeinde der YouTuber, weil viele von der Plattform wegen nicht webrekundenfreunlichem Inhalt von der Monetarisierungsmöglichkeit durch Werbung ausgeschlossen wurden. Nun ist dies wieder geschehen und YouTube nimmt auch in diesem Jahr wieder Stellung dazu.

Michael "Mtashed" Tash ist ein Betroffener mit 160.000 Abonnenten. 140 seiner Videos wurden von de Monetarisierung ausgeschlossen und er ist auf der Suche nach den Gründen - und natürlich irgendwie auch nach einer Alternative. Gerade wenn man Videospiele vorstellt, ist es fast so sicher wie das Amen in der Kirche, dass unweigerlich Waffen gezeigt werden, Texte wie Pistole, Killstreak oder Bombe gesprochen und geschrieben werden. Es sei denn, man stellt ein lustiges Farmspiel vor. Da allerdings die beliebtesten Spiele Titel wie Call of Duty, Destiny, Warframe und GTA tragen, kurz: Shooter und Action besonders beliebt vor und hinter der Kamera und den Monitoren sind, tummeln sich eben auch die Youtuber mit ihren Kanälen in diesem Genre.

Auch andere YouTuber wie SkillUp, der sich in seinem Kanal ausschließlich Shootern widmet, ist von der Demonetarisierungspolitik von YouTube genervt. Gegen die künstliche Intelligenz anzukämpfen, die sinnigerweise versucht, hetzende, kriegsverherrlichende oder kriegstreiberische Videos und Inhalte aufzuspüren, kann dabei schon mal die letzten Nerven und den letzten Rest Energie kosten. Ein zweites und auch drittes Einreichen seines Inhaltes ist der einzige Weg und das Öffentlichmachen seines Unmuts natürlich. Letzte Konsequenz wäre das Abwandern auf andere Plattformen wie Twitch.

YouTube äußert sich zu den aktuellen Beschwerden und einem Forbes-Artikel, in dem der Unmut öffentlich gemacht wurde, folgendermaßen: Man habe schon im März angekündigt, dass man Schritte unternehmen würde, die die Auswahl für Werbetreibende verbessern sollen. Sie sollen die Art der Inhalte, auf denen sie werben, besser kontrollieren können. Über die ganze Plattform verteilt, wurden die Ersteller gebeten, jedes Video sofort zu melden, welches von der AI irrtümlich geflaggt wurde. So soll der Algorithmus lernen und besser werden. Des Weiteren hat YouTube eben genau die im Forbes-Artikel genannten Beispielkanäle, die unter der Demonetarisierung litten, überprüft und konnte nicht feststellen, dass in einer so hohen Zahl, die existenzbedrohend sein soll, geflaggt wurde. Über 90 Prozent der Videos auf den drei Kanälen wurden und werden monetarisiert. YouTube bittet die Betreiber, sich zu beschweren, wenn sie der Meinung sind, dass sie irrtümlich gesperrt wurden. Exzessive Gewalt und übermäßige Flucherei können den Algorithmus auslösen.

Ist also wieder einmal nicht alles so schlimm, wie es scheint und die YouTuber haben sich zu sehr und ohne wirklich brennende Grundlage echauffiert? Ganz genau kann man das wohl nicht sagen. Hier steht Aussage gegen Aussage und wer es nicht selbst ausprobiert, wird der einen oder der anderen Seite Glauben schenken müssen. Oder man sucht sich einen Mittelweg. Sicherlich sind an beiden Aussagen der beiden Parteien ein paar Funken Wahrheit.
Tags: Games, Youtube
Quelle: Forbes
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