Newsslash Android-App!
/// Aktuelle News

Neue Netflix Serien und Filme im Juni (KW 23)

Newsslash präsentiert auch in dieser Woche den neuesten Netflix Wochenrückblick. Diesmal dreht sich u.a. alles rund um die Absetzung großer Netflix Produktion wie Bloodline, The Get Down und Sense8 als auch den neuen Film Okja.
Von Daniel Schimek am 10.06.2017
Bild-Quelle: Sense8
Der Juni schreitet voran, die Tage werden sonniger und Netflix expandiert! Eigentlich scheint alles in Ordnung zu sein beim Streaming-Anbieter Reed Hastings. Doch Ach! - Species decipit - der Schein trügt, denn groß war das Geschrei, als Anfang der Woche nach einigem Hin- und Her Sense8, eines der Zugpferde Netflix in Sachen Fan-Akquise, vom Netz genommen wurde. Die Absetzung kam so überraschend wie schon bei The Get Down und Marco Polo, waren die Serien doch thematische Selbstläufer und High-End-Produktionen innerhalb der Serienlandschaft. Wie kam es zur Absetzung und was bedeutet das für Netflix? Willkommen zum dieswöchigen Wochenrückblick!

Netflix Inside - Neuigkeiten, Updates und Stories

Sense8 wurde abgesetzt und das schon nach zwei Staffeln. Ist das Hybris oder Kalkül? Weder noch! Jedem Fan muss klar sein, dass sich auch Netflix bei aller individuellen Selbstfindung doch auch ab und zu Gedanken um die finanziellen Strippen des Geflechts machen muss.

23 Folgen, 16 Städte, 13 Länder, mehr als 9 Hauptdarsteller
In einem Statement gab Netflix VP Original Content Cindy Holland bekannt: „Nach 23 Folgen, 16 Städten und 13 Ländern, kommt die Geschichte der Sense8 Cluster zum Ende. Es ist alles was wir und die Fans uns erträumt hätten: kühn, emotional, atemberaubend und völlig unvergesslich.“ Zudem dankte sie den Machern für diese tolle internationale Show, die Schauspieler und Crewmitglieder aus zahlreichen Ländern miteinander verband.

Ein gewagter Schritt! Und das nachdem schon The Get Down vom Netz ging. Nachdem die High-Budget Serie Marco Polo mit neun Millionen Dollar pro Folge als teuerste Webserie in die Streaming-Geschichte einging war klar: Was so viel kostet, darf nicht so mittelmäßig ankommen. Netflix stampfte sein Original kurzerhand ein und tat gut daran sich in den späteren Jahren lieber ein paar Adam Sandler Filme zu leisten, statt am Mongolen-Epos festzuhalten. The Get Down kostete 12 Millionen Dollar pro Episode - wer hätte das gedacht. Kein Wunder das sich Netflix dafür entschied nun auch gleich ein paar anderen High Rollern den Geldhahn abzudrehen.



Bloodline und Sense8 folgten dem Marco Polo Schicksal und so langsam wird klar, dass auch Netflix sich trotz sagenhaft hohen Produktionsbudgets um die Rentabilität sorgen muss. Denn auch wenn Netflix die Fernsehgewohnheiten seiner Zuschauer maßgebend verändert, so kommt mit stetem Wachstum auch immer der große Schatten wettbewerbsbedingter Konformität gefährlich nahe.

Zu viele Erfolge!?
Erst kürzlich hatte sich der Streaming-Boss zum Thema kritisch geäußert. Hastings motivierte sein Team dazu mehr kreative Risiken einzugehen. Das Verhältnis der Erfolge zum Gesamtprogramm des Unternehmens sei doch tatsächlich schon fast zu hoch, sodass man doch eher wieder an Innovation arbeiten solle, selbst wenn dies ein Scheitern nach sich zieht. Wortwörtlich sagte Hastings: „Ihr solltet mehr Dinge machen, die nicht funktionieren. Ihr solltet aggressiver werden.“

Mit dem nötigen Budget in petto aber auch dem erfolgreichen Mindset im Gepäck, Risiken und Scheitern anzunehmen, setzten sich die beiden Streaming-Giganten gegenüber ihren Konkurrenten durch. Netflix für seinen Teil weigert sich bis heute Sportübertragungen und ähnlichen Content einzubinden, während der Konzern stattdessen in junge Filmemacher und regionale Originale investiert wie zuletzt in “Dark” ein Netflix-deutsches Co-Projekt.

Langsam aber sicher neigt sich das goldene Zeitalter des Röhrenfernsehers dem Ende entgegen und Kabelsender auf der ganzen Welt müssen sich Strategien zurechtlegen, wie man dem disruptiven Einfall von Seiten der jungen Streaming-Macher entgegen tritt. Netflix indes plant noch dieses Jahr weitere sechs Milliarden Dollar in Produktionen investieren. Originelle Originale, darin besteht die Zukunft des Streaming-Anbieters und darin sind sie schon verdammt gut. Ganz nach der Steve Jobs/Elon Musk Mechanik scheint auch Reed Hastings mit seinen Ideen und Vorstellungen den prägendsten Einfluss innerhalb seiner Firma zu haben.

12 Millionen Dollar Folgen
Dass auch Top-Serien trotz vehementer Kritik seitens der Fans eingestellt wurden muss ja auch nicht nur Schlechtes an sich haben. Denn seien wir mal ehrlich, bei vielen Show-Serien liegt doch, wie der Volksmund sagt, die Würze in der Kürze. Außerdem könnte das Absetzen der Shows nicht schon einen erfolgreichen TV-Umbruch bedeuten? Nischen-Sparten sollen bedient werden. Individuelle Künstler und deren Konzepte sollen ihren Weg zu Netflix finden. Da bleibt weniger Platz für 12 Millionen Dollar Folgen aber genug Raum für investigative Genre-Neulinge. Und warum nicht einen Kompromiss eingehen? Dark und Bright stellen hier sinnbildlich Modellcharakter dar. Das eine ist düster und hochkarätig von deutschen in Berlin produziert; es spielt mit Zeitsprüngen und purem Mystery-Flair. Das andere vereint Menschen, Elfen, Feen und Orks die seit Anbeginn der Zeit in einer alternativen Welt koexistieren. Achja und Will Smith ist auch noch mit von der Partie.

Netflix Quick Notes: Was die Woche über sonst noch so passierte:

Last Chance!: Wie immer gehen auch diesen Monat einige Netflix-Produktionen in die Annalen der Aussortierung ein. Sofern ihr bisher noch nicht dazu gekommen seid Klassiker wie Barbie: Life in the Dreamhouse zu schauen, so habt ihr jetzt die letzte Chance dazu!
Mehr: Letzte Chance: Netflix-Inhalte die im Juni 2017 verschwinden!

Okja: Okja war das Vorzeigeprodukt Netflix bei den Filmfestspielen in Cannes - zumindest bis es ausgebuht wurde. Ob der Film diese Herabwürdigung verdient hat, muss jeder für sich festmachen. Newcomerin An Seo Hyuns energiegeladene Performance erweckt Protagonistin Mija jedenfalls mit einer einzigartigen Badass-Attitüde zum Leben. Seo Hyun, Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal und Regisseur Bong Joon Ho bringen ihre Begeisterung über die außergewöhnliche Heldin in dieser neuen Featurette zum Ausdruck. OKJA startet am 28. Juni exklusiv auf Netflix.
Mehr: Okja: Diesen Sommer erobert eine neue Action-Heldin die Welt



Euch allen eine gute Woche!

Tipp: Wie gehabt findet ihr auch weiterhin eine Liste aller Netflix-Neuerscheinungen direkt auf Newsslash: Netflix Neuerscheinungen im Überblick.

Du blickst im Streaming-Dschungel nicht mehr durch? Kein Problem! Lass dich inspirieren und schau nach was die Newsslash-Redaktion zurzeit schaut. Garantiert vielseitig und jede Woche neu!
Tags: Serie, Netflix, Wochenrückblick
Unser Kommentar-Anbieter Disqus hat begonnen zahlreiche Werbeanzeigen über das Plugin in unsere Webseite zu integrieren, wodurch wir Disqus deaktivieren mussten. Sobald wir eine Alternative gefunden haben, steht die Kommentarfunktion wieder zur Verfügung. Gerne nutzt in der Zwischenzeit unsere Facebook-Page: Facebook.com/Newsslash